Es ging mal wieder um Ekström, der in der ersten Kurve angeblich mit Absicht Bruno Spengler ins Auto gefahren ist. Dazu wurde auch noch Paffett von Katherine Legge von der Strecke gedreht, worüber er sich aufregte.
Herzlichen Glückwunsch Timo Scheider. Das dürft es dann wohl gewesen sein. Die Meisterschaft wird denke ich nur noch unter Audi ausgemacht.
Over the Top: Norbert Haug der nach dem Rennen Timo Scheider via ARD jetzt schon, 2 Rennen vor Saisonende zur Meisterschaft gratulierte. Man war der Angefressen. Sch... Mercedes
In einem Rennen, das zwar Gary Paffett gewann, wurde Timo Scheider Zweiter und verteidigte seinen Meistertitel.
Das letzte DTM-Rennen des Jahres stand ganz im Zeichen des Titelkampfes zwischen Timo Scheider und Gary Paffett. Der Mercedes-Pilot kam mit sieben Punkten Rückstand auf den Deutschen nach Hockenheim und stand in der Startaufstellung auf Rang zwei, einen Platz vor seinem direkten Rivalendem ein fünfter Platz auf jeden Fall reichte. Für Spannung war also von Beginn an gesorgt.
Gleich in der ersten Kurve ging es zwischen den beiden schon mal zur Sache, als Scheider versuchte, sich aussen an dem Mercedes vorbei zu pressen. Eine Kurve später machte der Brite dann aber erst mal alles klar, als er Polesitter Ekström ausbremste. Einen heissen Kampf durchs Motodrom, in dem Ekström mal kurz die Nase vorne hatte, gewann allerdings Paffet wieder und kam als Erster über die Zillinie.
Damit aber noch nicht genug. In Runde drei setzte sich der Schwede in einem beinharten Duell wieder gegen Paffett durch, und fast schlüpfte auch noch Scheider mit durch. Nach fünf Runden kam dann jedoch für Ekström zum zweiten Mal in Folge das vorzeitige Aus. Ein Schaden am Kühler zwang ihn, seine Box anzulaufen und aufzugeben.
Nach dem Ausfall des Schweden führten Paffett und Scheider das Feld an, Paul di Resta im Schlepptau. Winkelhock und Jarvis hatten auf den Plätzen vier und fünf schon einen Rückstand von knapp vier Sekunden.
In Runde neun eröffneten Lauda, Rockenfeller, Legge und Bakkerud die erste Runde der Pflichtboxenstopps, vier Umläufe später legte auch Paffet seinen ersten Halt ein und Scheider übernahm die Führung. In Runde 15 kamen der amtierende Meister und di Resta im Formationsflug zu ihren ersten Stopps; nachdem auch der Rest der Spitzengruppe in der Box gewesen war, war die Reihenfolge wieder hergestellt. Paffett führte vor Scheider und di Resta. Winkelhock folgte auf Rang vier vor Spengler und Jarvis, der nach seinem Stopp fast nicht von Fleck gekommen war und wertvolle Zeit verloren hatte.
Das Feld hatte sich mittlerweile sortiert und Platzkämpfe waren aufgrund der recht bequemen Abstände zwischen den einzelnen Autos absolute Fehlanzeige, lediglich Spengler und Winkelhock lagen auf den Plätzen neun und zehn innerhalb einer Sekunde.
In Runde 21 verabschiedete sich Paul di Resta vorerst aus der Spitzengruppe, als er seinen zweiten Stopp einlegte. 15 Runden vor Schluss kam auch Paffett zum zweiten und letzten Mal zum Reifenwechsel und sortierte sich als Vierter wieder ein. Eine Runde später war Scheider zum zweiten Mal an der Box und kam knapp vor di Resta wieder ins Rennen zurück. Der Brite hatte auf den Audi zwar etwas Zeit gutgemacht, ernsthaft gefährden konnte er den Titelverteidiger aber nicht.
In den letzten zehn Runden waren die Postionen bezogen und die Spitze drehte weiter unbeirrt ihre Runden, nur auf den Positionen fünf bis acht ging es zwischen Spengler, Winkelhock, Jarvis und Green etwas enger zur Sache. So musste sich Winkelhock schliesslich auch geschlagen geben, als sowohl Jarvis als auch Green an ihm vorbeizogen.
Acht Runden vor Schluss waren die Abstände plötzlich dahin. Susie Stoddart war heftig in die Reifenstapel abgeflogen, was das Safety-Car auf den Plan brachte und einen heissen Schlussspurt einläutete.
Vier Runden vor Schluss fuhr das Safety-Car zurück in die Boxengasse und Paffet gab das Tempo vor. Hinter ihm Scheider vor den drei Mercedes von di Resta, Prémat und Spengler. Paffett liess aber nichts anbrennen und behauptete problemlos die Führung. Ein heisser Kampf tobte in den letzten paar Runden um den fünften Platz, den Bruno Spengler hielt, nach einem Fahrfehler aber abgeben musste und sogar auf Platz sieben zurückfiel.
Unbeirrt von alledem fuhr Gary Paffett nach 39 Runden seinen Sieg nach Hause, der grosse Gewinner war aber Timo Scheider. Der Abt-Pilot kam auf Platz zwei ins Ziel und verteidigte seinen Meistertitel, und Audi freute sich über den dritten Titel in Folge – ein Novum in der DTM. Dritter wurde Paul di Resta vor Prémat, Green, Jarvis, Spengler und Winkelhock.
Für Tom Kristensen war sein letztes DTM-Rennen schon in der ersten Kurve gelaufen, als er mit Martin Tomczyk aneinander geriet. Der Däne konnte allerdings weiterfahren, wenn auch ganz am Ende des Feldes, für Tomczyk war das Rennen dagegen ebenso vorbei, wie auch für Ralf Schumacher, der sein Auto ebenfalls abstellen musste.
Der Deutsche hatte seinen Mercedes beschädigt, als sich Tomczyk und Kristensen vor ihm gedreht hatten und er nicht mehr ausweichen konnte. Ins Ziel kam Kristensen aber trotzdem nicht. Zwei Runden vor Schluss fuhr ihm Lauda ins Heck und der Audi-Pilot musste die Segel streichen. Für Lauda hatte der Zwischenfall eine 30-Sekunden-Strafe zur Folge, die ihn ganz ans Ende des Klassements zurückwarf.