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Fatality Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 1.583

07.06.2016 17:41
#196 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Zitat von johnnyboy im Beitrag #194
zu 1. Ich bin grundsätzlich bei Dir. Ich bin leider "in der Realität angekommen", halte diesen Zweitligatitel trotzdem für minderwertig, so what? Kann jeder so sehen wie er will.

Genau das ist es...deine Meinung, nicht mehr, aber sicherlich auch nicht weniger.

Zitat
zu 2. Du meinst also "persönliche Befindlichkeiten" und "vereinssprezifische Situationen" (überigens sehr einfach verallgemeinert ausgedrückt) wiegen mehr für ein Fernbleiben der Fans als die Zweitklassigkeit. Als ihr einst die DEL-Finalserie bestritten habt, hättet Ihr doch glaube ich 10x soviel Karten verkaufen können.


Es ist eben der Mix...der Mix aus zwei Pleiten in den letzten Jahren, Selbstdarstellern wie Lippe, Rossing/Westhelle/Traut, Kimm, der fleißig Preise erhöht und Service spart, einer "Rumpelhalle", an der einiges getan werden muss ...da verkauft man schon mal weniger als noch vor fast 20 Jahren in der DEL-Finalserie. Übrigens auch hier wieder ein Extrem, das du als Maßstab setzt.

Zitat
zu 3. Ich liebe Eishockey, das Team, daß vom Sarg eine Wiederauferstehung erfahren und sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und jetzt an einem Punkt angekommen ist, bei dem man fragen muß, wie es langfristig weitergehen soll: sportlich - und vor allem auch finanziell. Und wenn wir auf der Schiene DEL2 weitere 5-6 Jahre spielen sollten, glaube ich bestenfalls an eine Seitwärtsbewegung - eben dieses "grau" das Du mir unterstellst. Und ja, darauf kann ich verzichten. Obwohl ich keine Extreme mag ;)


5-6 Jahre sind im Eishockey eine halbe Ewigkeit. Wir (Frankfurt und Kassel) befinden uns nun im Anflug auf das dritte Jahr DEL 2. Wir haben nach einem glanzlosen Aus im Viertelfinale nun die Meisterschaft geholt, ihr nach einem durchaus beachtenswerten Halbfinaleinzug in der ersten Saison nun einen deutlich glanzloseren Auftritt hingelegt. Kommende Saison werden die Karten neu gemischt und neue Erwartungen werden gesetzt. Ist die Erwartung bei dir/bei euch wieder die Meisterschaft? Wenn ja, mit welcher Rechtfertigung? Warum? Ist das nicht doch "nur die goldene Ananas"?

Es hat sich, für euch wie für uns, nix geändert. Wichtig wird, dass man dann bereit ist, WENN die DEL die Tore öffnet...oder wenn man wie Bremerhaven das Glück hat, dass es oben einen zerreißt, dass man nachrücken kann. Aber auch dann muss man finanziell erstmal gut genug aufgestellt sein. Bei beiden Teams, Kassel wie Frankfurt, sehe ich das noch nicht, daher bin ich froh, dass keiner der beiden diesen Husarenritt angegangen ist.

Bis dahin jedoch gilt es, sich mit dem anzufreunden, was man hat: Gutes Eishockey in einer zweiten Spielklasse. Wenn das (die Realität) jedoch unterhalb des eigenen Anspruchs ist, muss man sich eine Alternative suchen, denn ändern kann man sie nicht.


Wenn jemand mit mir nicht klarkommt, muss diese Person nicht an sich arbeiten...dann akzeptiere ich dies einfach!

------------------------------------------
Kluge Worte:
"Lächerlich erscheint ein Mensch,
der seinen Charakter und seine Kräfte überschätzt."
Marquis de Vauvenargues


johnnyboy hat sich bedankt!
johnnyboy Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 3.249

07.06.2016 17:54
#197 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Zitat von Eisfischer im Beitrag #195

Wir können gerne verschiedener Meinung sein,aber stellt keine absurden Ansprüche.



Ist es denn "absurd" für eine Stadt wie Frankfurt sich nach der DEL zu sehnen, wenn man das nötige Stadion, die Infrastruktur und Fanpotential dazu bereits hat?

Deinen Hoffenheim-Vergleich lasse ich auch nicht gelten, dieser "Verein" wurde von SAP gegründet.
In der DEL fallen mir adhoc nur die Brausebullen aus München und (noch) das VW-Team in Wolfsburg und natürlich die SAP-Adler ein, die gut betucht Geld in den Rachen geworfen bekommen. Bei VW-WOB dürften die Lichter auch nicht mehr allzu lange brennen.

Daß Vereine wie Krefeld, Schwenningen, Iserlohn, Straubing oder Augsburg im Lotto gewonnen haben, glaube ich übrigens nicht ;)

Aber gut, lassen wir´s - beißen wir halt in den sauren Apfel und sind zufrieden mit den jetzigen Gegebenheiten.


Rosebud Offline

Admin


Beiträge: 1.622

07.06.2016 19:32
#198 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Die Diskussionen um Meistertitel bitte im DEL2-Thread oder sonstwo weiterführen. Hier ist es komplett OT.


Mannix hat sich bedankt!
Mannix Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 2.090

11.06.2016 10:57
#199 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Vorab: Möchte nicht klugscheixxen, lediglich ergänzen und all denjenigen Fans, die erst seit ein paar Jahren dabei sind, anhand von Presseartikeln aufzeigen, welch „einschneidende Ereignisse” sich seit Gisela Thomas’ „unfreiwilligem Abgang” Anfang 1997 – bis hin zum Tod von Gerd Schröder im August 2008 und Siggi Schneiders Gang zum Insolvenzgericht im Juli 2010 – die „Geschichte” unserer Löwen/Lions prägten.

Zitat von ToniRaubal im Beitrag #158
DEL war möglich? Ja warum denn? Ära Gisela Thomas: Millionenlöcher in den Bilanzen! Schröder kauft alle Anteil für ein paar Euro und stopft erstmal diese Löcher.

Dazu ein Artikel von Stefan Swoboda (FNP) – Zitat:

Zitat
Am 31.01.1997 beugte Gisela Thomas sich dem Druck der Öffentlichkeit und trat zurück. Da drohte den Löwen sogar das endgültige Aus. Noch in der gleichen Nacht gab es eine Krisensitzung, an deren Ende sie ihre Anteile für den symbolischen Preis von einer D-Mark an den mittlerweile verstorbenen Gerd Schröder abtrat. Von diesem Zeitpunkt an war er der mächtigste Mann im Frankfurter Eishockey und wurde als Retter gefeiert.


In der FR (Matthias Kittmann) war dazu folgendes zu lesen:

Zitat
... Schröder das "Gesicht" der Lions, dessen Leidenschaft zum Eishockey ihn im Januar 1997 veranlasste, die damals insolventen Lions zum symbolischen Preis von einer Mark zu kaufen, um dann noch mindestens eine Million Euro in deren Sanierung zu stecken.


. . .

Zitat von ToniRaubal im Beitrag #158
Anschließend hat er (Schröder) immer wieder mit Bürgschaften und privatem Geld das Minus ausgeglichen. Ja das war toll von ihm. Aber du und deine Dünnbrettfreunde faseln hier was von "die aktuellen Gesellschafter bereichern sich selbst". Selbst in der von dir hochgelobten Zeit musste also Gesellschafter Geld reinpumpen und konnte mit Sicherheit nichts rausziehen.

Dazu ein Kommentar von Marc Heinrich (FAZ):

Zitat
Heute rächt sich, dass in den Hochzeiten um den Meistertitel 2004 kein stabiles Fundament errichtet wurde, auf dem man in Zukunft solide hätte aufbauen können. Strukturierte Nachwuchsarbeit und nachhaltiges Wirtschaften waren für die alte Lions-Führung Fremdwörter. Im vergangenen Winter wurden die neuen Eigentümer zudem von den Sünden der Vergangenheit eingeholt: Gerd Schröder und seine Entourage, die bis vor zwei Jahren bei den Lions das Wort führten, häuften Schulden an und bedienten sich zu allem Überfluss am Vermögen des Klubs.


Bernd Kress hingegen behauptete (FR-Artikel wie oben):

Zitat
... "das Budget der Lions ist schon lange nicht mehr auf regelmäßige Finanzspritzen seines Besitzers angewiesen", stellt Kress klar. Seit rund fünf Jahren finanziert sich der Klub komplett aus Sponsoren- und Zuschauereinnahmen. "Unsere Finanzen sind geregelt, unser Etat ist seit Jahren ausgeglichen" ...


Trotz angeblich ausgeglichenem Etat hatte Kress wohl öfter mal vergessen, die Hallenmiete an die Stadt Frankfurt zu überweisen – siehe FAZ (Marc Heinrich):

Zitat
Die Lions haben es in der Zeit von Gerd Schröder mit der Zahlungsmoral für die Hallennutzung nicht so genau genommen; dadurch summierten sich bis heute Verbindlichkeiten, die sich je nach Sichtweise auf 300.000 bis 500.000 Euro belaufen.


. . .

Zitat von ToniRaubal im Beitrag #158
Schröder verstirbt viel zu früh. Was passiert? Der Siggi übernimmt. Der Siggi wollte kein privates Geld reinpumpen. Was passiert? Insolvenz, Verein hört auf zu existieren.

Zu dieser Aussage ein Zitat aus dem FAZ-Kommentar von Marc Heinrich (s.o.):

Zitat
Als Siggi Schneider nach dem Tod Schröders Ende 2008 das Kommando übernahm und mit bis dahin ungewohnter Solididät die Kassen prüfte, wurde ihm rasch bewusst, dass die düsteren Bilanzen seine Vorstellungskraft und die Verbindlichkeiten seine persönliche Investitionsbereitschaft übersteigen.


... und ein weiterer Artikel aus der FAZ (Marc Heinrich):

Zitat
Schneider hatte mit zwei Freunden, deren Namen er in der Öffentlichkeit nicht preisgibt, im Dezember 2008 das Unternehmen SSD AG gegründet, das nach dem Tod von Alleingesellschafter Gerd Schröder die Lions übernahm. Insgesamt steckten die neuen Eigentümer laut Schneider aus ihrem Privatvermögen mehr als fünf Millionen Euro in den Verein.


Ebenfalls in der FAZ (Volker Stumpe) war zu lesen:

Zitat
Frankfurts Sportdezernent Markus Frank (CDU) machte den Löwen Mut: „Ich empfehle ihnen den Gang vor das Schiedsgericht. Der Kampf der Lions ist beeindruckend. Ihnen ist es gelungen, den Fehlbetrag von 3,4 Millionen auf 600.000 Euro zu senken. Sie haben ordentlich was bewegt.“ Siggi Schneider und seine Kompagnons sind es allerdings leid, weiter privates Vermögen in den Klub zu pumpen, um ihn von Altlasten zu befreien und fit für die Zukunft machen zu können.


. . .


Selbstverständlich schätzte auch ich Gerd Schröders unnachahmliches Engagement fürs Frankfurter Eishockey und verdient bis heute meinen größten Respekt. Er hatte allerdings m.M.n. Ende 1999 einen „entscheidenden Fehler” begangen, indem er den Kaufabsichten der AEG (hier im New Business oder im Südkurier nachzulesen) die kalte Schulter zeigte. Ihm war das Angebot von 10 Mio. DM viel zu wenig und betonte (sinngemäß): „Die Lions sind viel mehr wert – da muss Anschutz einiges mehr bieten”. – Vielleicht (oder ganz bestimmt!?) hätte Frankfurt längst eine von der AEG errichtete MuFu. Vielleicht aber auch keine Eishockey-Profimannschaft mehr.

Auch möchte ich hinsichtlich des „Handyverkäufers” nicht falsch verstanden werden: Siggi Schneiders medialer Insolvenz-Abgang sowie der Dauerkartenkäufer-Betrug übertrafen selbst die „unrühmliche” und für viele schmerzliche Eintracht-Eishockey-„Beerdigung” (im Februar 1991 inszeniert von Matthias Ohms und Wolfgang Knispel).


. . .


Soviel von mir zum Thema „Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey”.

Zu meiner Entschuldigung: Habe nur deswegen überwiegend FAZ-Artikel zitiert, weil diese einfacher zu finden waren (z.B. miteinander verlinkt). Vieles kann man in ähnlicher Form auch in Artikeln der FR oder FNP nachlesen – findet man (wenn man fleißig sucht) auch hier im Presse-Thread oder teilweise noch in der „Resterampe” des alten Lions-Board's.


Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt.


Eisfischer, PG21 und jessesna haben sich bedankt!
ToniRaubal Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 1.038

11.06.2016 11:20
#200 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Ich kann zumindest mit bestem Wissen und Gewissen behaupten, dass die zitierten Presseartikel bzgl. Privatvermögen von Herrn Schneider so nicht korrekt recherchiert wurden. Über das Handeln von G.Schröder gibt es tatsächlich widersprüchliche Aussagen, Tatsache ist jedoch, dass er einen insolventen Verein übernommen hat und dieser noch viele Jahre existierte. Und nur durch Schulden anhäufen geht das eben nicht!


ZDF, Die Anstalt 29.04.2016: "Es ist ja nicht das erste Mal, dass etwas aus Österreich kommt, was gleichzeitig erfolgreich und widerlich ist: Hitler, Haider, Red Bull..."


Eisfischer Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.743

11.06.2016 12:47
#201 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Mannix erstmal super Arbeit, un danke für das filetieren der Nachrichten.

Wenn man sich die Presseberichte mal in Ruhe durchliest, müsste jedem halbwegs vernünftigen Fan klar sein das man in Frankfurt mit Hockey nicht reich wird.

Und auch die lieben Fans unserer Rivalen müssten erkennen, das die Lions eben nicht in den Milionen schwimmen.

Auch wenn das bei der einen ode randeren Vertragsauflösung oder Verhalten der Löwen, angenommen werden kann.

Natürlich wurden und werden Fehler gemacht, wichtig ist irgendwann mal daraus zu lernen.


Mannix Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 2.090

12.06.2016 17:11
#202 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Zitat von ToniRaubal im Beitrag #200
Ich kann zumindest mit bestem Wissen und Gewissen behaupten, dass die zitierten Presseartikel bzgl. Privatvermögen von Herrn Schneider so nicht korrekt recherchiert wurden.

In welchem Artikel war die Rede von S.Schneiders „Privatvermögen”? Ich hatte lediglich gelesen, dass die Verbindlichkeiten seine persönliche Investitionsbereitschaft überstiegen.

Aus diesem Grunde wurde ja die so genannte „SSD AG” gegründet, um den vermeintlich angehäuften Schuldenberg unter G.Schröders „Ägide” auf mehrere Schultern zu verteilen – u.a. hier nachzulesen (man achte auf das Foto).


Zitat von ToniRaubal im Beitrag #200
Über das Handeln von G.Schröder gibt es tatsächlich widersprüchliche Aussagen, Tatsache ist jedoch, dass er einen insolventen Verein übernommen hat und dieser noch viele Jahre existierte. Und nur durch Schulden anhäufen geht das eben nicht!

Schulden anhäufen ging eben doch – über „Dritte” (siehe obiger FR-Artikel). Und G.Schröder hat m.E. keinen insolventen Club übernommen – lediglich einen mehr oder minder „verschuldeten” (die Rede damals war von etwas mehr als 1 Mio. DM). Und ja: Hätten G.Schröder & Co. (C.Wisser, B.Reisch u.v.m.) diese Altlasten nicht getilgt, wäre zwangsläufig ein Konkurs die Folge gewesen – selbst dann, wenn’s nur ein paar Tausend DM gewesen wären.

Auch war G.Thomas nicht allein verantwortlich für diese GmbH-Schulden seit 1994/95 (sie war „nur” unfähig als GF), sondern nach meinem Kenntnisstand auch Claus Wisser. Diese beiden Gesellschafter hielten damals je 40 Prozent Anteile an den Lions. Selbst zuvor (in der Zeit von B.Sturm – letzter Vereinsvorstand in der Saison 1993/94) wurde „über den Verhältnissen gelebt”. Lediglich in der Premiere-Saison 91/92 erwirtschaftete Langela & Co. Gewinn. 1992/93 wurde angeblich nur eine „schwarze Null” verbucht, denn die Spielergehälter (inkl. „Boni”) überstiegen teilweise sogar die der 1. Bundesliga (gemäß Interview mit Engelbert Grzesiczek in der EHN vor ein paar Jahren). Darin war (auf Seite 3 – „Starting 6”) zu lesen, dass er noch nie zuvor soviel Geld verdient hätte wie in Frankfurt – und das in der Oberliga bzw. 2.Bundesliga.

Last but not least: Erfolgreiches (Erstliga-) Eishockey ist und bleibt kostenintensiv und ist ohne Mäzene, ausreichend zahlungswilliger Sponsoren sowie einer sehr großen (und zufriedenen) Fan-Gemeinde nicht zu finanzieren bzw. am Leben zu halten. Deswegen gilt auch den „neuen” (aktuellen) Verantwortlichen mein Dank und Respekt fürs bisher Geleistete. – Nun, so neu im Eishockey-Business sind Krämer, Stracke und „Hintermänner” (B.Reisch, M.Scholze usw.) ja auch wieder nicht – sei’s drum ... ;-)


Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt.


Waui hat sich bedankt!
ToniRaubal Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 1.038

12.06.2016 18:48
#203 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Zitat von Mannix im Beitrag #202
Zitat von ToniRaubal im Beitrag #200
Ich kann zumindest mit bestem Wissen und Gewissen behaupten, dass die zitierten Presseartikel bzgl. Privatvermögen von Herrn Schneider so nicht korrekt recherchiert wurden.

In welchem Artikel war die Rede von S.Schneiders „Privatvermögen”? Ich hatte lediglich gelesen, dass die Verbindlichkeiten seine persönliche Investitionsbereitschaft überstiegen.

Aus diesem Grunde wurde ja die so genannte „SSD AG” gegründet, um den vermeintlich angehäuften Schuldenberg unter G.Schröders „Ägide” auf mehrere Schultern zu verteilen – u.a. hier nachzulesen (man achte auf das Foto).




Ähm ja und die SSD AG hatte ihr Geld nochmal woher? Eine eierlegende Wollmilchsau hatten Sie jedenfalls nicht bilanziert. Und wie gesagt, die Presseartikel, die du verlinkst und ordentlich zusammengefasst hast sind gut und schön. Aber auch Journalisten wissen nicht immer alles. Da ich in das Insolvenzverfahren der Lions Einblick hatte, kann ich sagen, dass da viel geschönt oder falsch dargestellt ist.
Der schlimmste Schwachsinn ist dein Zitat aus der FAZ " Gerd Schröder und seine Entourage, die bis vor zwei Jahren bei den Lions das Wort führten, häuften Schulden an und bedienten sich zu allem Überfluss am Vermögen des Klubs". Das ist sowas von krachend falsch, dass es einen fast aushebt beim lesen.
Was deine Allgemeineinschätzung zu Eishockey und Geld verdienen angeht bin ich übrigens voll bei dir.


ZDF, Die Anstalt 29.04.2016: "Es ist ja nicht das erste Mal, dass etwas aus Österreich kommt, was gleichzeitig erfolgreich und widerlich ist: Hitler, Haider, Red Bull..."


lion84 Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 3.093

19.06.2016 15:26
#204 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Für alle Finanzexperten, Besserwisser, Verschwörungstheoretiker oder einfach nur interessierte sind im Bundesanzeiger die neuen Bilanzen einsehbar. Dabei wurde das Geschäftsjahr 1.5.14 bis 30.4.15 komischerweise übersprungen, aber das ist in der bereits ebenfalls veröffentlichten Bilanz für den 1.5.15 bis 30.04.16 enthalten. 2014/2015 demnach ein Gewinn von 100.000 Euro und im abgelaufenen Jahr 2015/16 ein Verlust von 11.700 Euro.


Das Eisurmel Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 3.015

19.06.2016 22:32
#205 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Tja, die Zahlen sind für alle Verschwörungstheoretiker ein Desaster.

Die Kapitalerhöhung der Gesellschafter wurde vollständig einbezahlt (ansonsten müsste die ausstehende Einzahlung als ausstehende Forderung der GmbH ggü. den Gesellschaftern in der Bilanz gesondert ausgewiesen werden müssen). Die Gesellschafter haben Wort gehalten.

In der Saison 2014/15 wurde ein ordentlicher Gewinn erzielt und eben keine Null. Knapp 12 T€ Verlust in der Saison 2015/16 sind in Ordnung. Die schwarze Null wurde kanpp verfehlt.

Und zum 30.4.2016 war der Bargeldbestand (411 T€) deutlich höher als die kumulierte Summe der Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Die GmbH ist also voll liquide.

Die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme liegt bei rund 28,7%. Ein sehr sehr guter Wert. Von dieser EK Quote sind z.B. alle deutschen Geschäftsbanken Lichtjahre entfernt

Alles in allem sehr beruhigende Zahlen. Alles im Lot.


Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres


jessesna, Löwenpitti, FFM38z und vince riendeau haben sich bedankt!
ozhockey Offline

König der Löwen

Beiträge: 7.063

20.06.2016 00:25
#206 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Alles besser als gedacht ja!
Nur die Bürgschaftsstory lässt sich daraus nicht wirklich ableiten oder sinnvoll interpretieren...


Das Eisurmel Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 3.015

20.06.2016 09:50
#207 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Zitat von ozhockey im Beitrag #206
Nur die Bürgschaftsstory lässt sich daraus nicht wirklich ableiten oder sinnvoll interpretieren...


Das ist richtig. Hier hoffe ich auf eine Aussage im Rahmen des Fangesprächs und/oder der PK zur Saisoneröffnung. Das die Löwen die Bilanzzahlen der abgelaufenenen Saison so schnell veröffentlicht haben ist neu, und ist für mich ein erstes Indiz einer geänderten Kommunikation. Zumindest für die schnelle Veröffentlichung der Geschäftsszahlen gibt es von mir ein Daumen hoch, denn dies ist nicht selbstverständlich. Einen Jahresabschluss (mit all den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers) in nicht mal 6 Wochen "durchzuprügeln" ist sehr arbeitsintensiv. Auch dies sollte man mal anerkennend erwähnen.


Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres


Urlöwe und Manuel-NI haben sich bedankt!
Dougman Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.322

20.06.2016 09:55
#208 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Beim Anblick der Zahlen stellt sich unter anderem die Frage, weshalb von oberster Stelle ein "negatives Ergebnis im sechsstelligen Bereich" für die abgelaufene Saison verkündet wird, wenn dieses dann laut Bilanz 11.000 EUR beträgt.
Hat man den Überblick über die eigenen Zahlen verloren oder ist der Unterschied zwischen fünf- & sechsstelligen Zahlen nicht geläufig?

Das unnötige und voreilige Herausposaunen von Halbwahrheiten hat seit der "Mupped Show" weiterhin Tradition.
In Sachen Glaubwürdigkeit erweist sich die Führung damit ein um das andere Mal einen gewaltigen Bärendienst.


ToniRaubal hat sich bedankt!
lion84 Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 3.093

20.06.2016 10:14
#209 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Zitat von Dougman im Beitrag #208
Hat man den Überblick über die eigenen Zahlen verloren oder ist der Unterschied zwischen fünf- & sechsstelligen Zahlen nicht geläufig?



Wahrscheinlich hat das verkloppen der Ausrüstung von Tyler Plante mehr eingebracht, als man zunächst angenommen hat. Und da man ihm ja auch noch beschissen hat, viel das Ergebnis einfach besser aus, als gedacht.


jessesna hat sich bedankt!
Goalie Ledoux Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.815

20.06.2016 11:11
#210 RE: Budget, Etat und sonstige Rechenspiele um verschwundene Millionen oder die Gelddruckmaschine Eishockey Zitat · antworten

Zitat von Dougman im Beitrag #208
Beim Anblick der Zahlen stellt sich unter anderem die Frage, weshalb von oberster Stelle ein "negatives Ergebnis im sechsstelligen Bereich" für die abgelaufene Saison verkündet wird, wenn dieses dann laut Bilanz 11.000 EUR beträgt.
Hat man den Überblick über die eigenen Zahlen verloren oder ist der Unterschied zwischen fünf- & sechsstelligen Zahlen nicht geläufig?



Ich habe schon oft erlebt dass die BWA vor Abschlussbuchungen zum Bilanzstichtag ein deutlich anderes Ergebnis ausgewiesen hat als der endgültige Jahresabschluss.


.
.
.
"There was a time where every city had their own ice gang, and thousands would show up to watch them all duke it out in giant arenas.
We aim to bring those days back!"
Goalie Ledoux


Mäcks und Urlöwe haben sich bedankt!
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