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Naturwunder Adrspacher Felsen
von quinney In der Kategorie Allgemein am 10.06.2018 um 12:35 Uhr

Anfang Juni ging meine Reise mal wieder nach Tschechien. Die Felsenstadt Adrspach war das Ziel meiner Reise. Durch Zufall sah ich Bilder von dort auf Instagram und meine Neugier wurde geweckt. Ich begann mich etwas zu erkundigen. Wo liegt Adrspach überhaupt? Adrspach liegt im Nordosten von Tschechien dicht an der Grenze zu Polen. Die nächste größere Stadt ist Trutnov welche knapp 20km westlich von Adrspach liegt. Von Frankfurt bis nach Adrspach sind es knapp 700km. Die Fahrtzeit beträgt ca. 7 Stunden. Ich bin natürlich wie immer mit dem Zug von Frankfurt aus gestartet. Mit einem Zwischenstopp in Liberec. Ich wollte mir die Stadt und vor allem das Rathaus bei Tageslicht ansehen.

Am nächsten Mittag pünktlich um 12 Uhr ging die Fahrt von Liberec über Jaromer und Trutnov nach Adrspach. Gut 3,5 Stunden hab ich dafür - inklusive 2x Umsteigen - benötigt.In Adrspach angekommen merkte ich sofort, dass der Begriff "Felsenstadt" eigentlich falsch ist, denn die Gemeinde Adrspach mit 5 Ortsteilen hat lediglich etwas über 500 Einwohner. In Adrspach selbst gibt es wohl nur eine Hauptstrasse mit gefühlt 60-70 Häuser. Mit anderen Worten: Man ist mitten in der Natur!

In einer Pension angekommen bin ich dann auch sofort los Richtung Felsen. Eintritt wird von 08:00 - 18:00 Uhr kassiert. Erwachsene zahlen 120czk was umgerechnet ca. 4,80€ sind. Für tschechische Verhältnisse ganz schön teuer. Die Tore zur Felsenstadt sind natürlich rund um die Uhr geöffnet. Klar, wie will man sicherstellen das alle Besucher pünktlich im 18 Uhr wieder draußen sind? Geht nicht!

Gleich nach dem Eingang steht man vor einem großen See. Ein ehemaliger Steinbruch der geflutet ist. Toller Blick! Im See selbst ist schwimmen leider verboten. Jedoch interessiert das die einheimischen eher wenig. So, waren kamen dann gegen 18:30 Uhr doch immer wieder Personen mit "Gepäck" an und suchten sich einen etwas versteckten Platz am See um dort baden zu gehen. Das Wetter dazu war absolut traumhaft. Kaum Wolken am Himmel und an die 28°C. Es dürften sich an die 20-25 Personen am See aufgehalten haben, die dort ihre Erfrischung im Wasser suchten. Überwiegend FKK. Ich selbst hatte auch große Lust in den See zu springen, habe es dann aber aufgrund meiner Fotoausrüstung, Geld und Papiere nicht gemacht. Nicht das ich mich bedroht gefühlte hätte und sehr wahrscheinlich wäre auch nix passiert, aber man muss es ja nicht herausfordern.

Es gibt 3 Rundwege in den Felsen die verschieden lang sind. Um alles zu erkunden sollte man sich schon 8 Stunden Zeit lassen bzw benötigt diese auch. Probleme damit ist nicht unbedingt die Wegstrecke - das dürften zwischen 10-15 Kilometer sein. Das Problem ist einfach das man unzählige Treppenstufen steigen muss. Immer wieder Treppauf, Treppab, Treppauf das frisst Kraft ohne Ende. Zum Glück gibt es überall Bänke wo man sich ausruhen und auch Flüssigkeit und Nahrung zu sich nehmen kann. Gerade das Trinken sollte man nicht vergessen.

Man gelangt von einem optischen Höhepunkt zu nächsten. Die Felsen teilweise mit unfassbaren Formen. Dazu kreuzt man immer wieder einen kleinen Bach mit absolut glasklarem Wasser. Man hört die Vögel zwitschern, sieht auch mal ein Eichhörnchen einfach Natur pur. Wer hier nicht abschalten kann ist selbst Schuld. Es ist zu empfehlen das man morgens so früh wie möglich in die Felsen geht, nicht um den Eintritt zu prellen, sondern man ist dann wirklich fast alleine und kann die Stille und Felsen bewundern oder am Abend gegen 17 Uhr wird es auch langsam wieder leerer. Was zwischen 11 und 15 Uhr hier abgeht ist mit Worten nicht zu fassen. Da rollt Bus an Bus an. Auf dem gut zugänglichen Weg in den Felsen rammeln Menschenmassen hindurch - der Wahnsinn! Deshalb bitte nicht am Wochenende oder einem Feiertag dorthin fahren - auch an die polnischen Feiertage denken. Man sollte schon 2 komplette Tage einplanen um alles entspannt sehen zu können.

Die Adrspacher Felsen sind seit 1933 ein Bestadteil des Nationalen Nturschutzgebiets und zählt zu den Kleinoden. Geballte Natur!

Ich hoffe die Bilder können halbwegs einen Eindruck über diese fantastische Landschaft übermitteln.

https://myalbum.com/album/DwuDYJ2NRSoF


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Oswiecim / Auschwitz
von quinney In der Kategorie Allgemein am 29.05.2018 um 00:58 Uhr(zuletzt bearbeitet: 29.05.2018 10:19)

Lange hatte ich es geplant und musste es doch aufgrund von Urlaubsperren zwei Mal verschieben. Gemeint ist meine Reise nach Auschwitz.

Mittwochs früh bin ich von Frankfurt mit dem Zug Richtung Auschwitz aufgebrochen. Allerdings mit einem Zwischenstopp in Pardubice (Tschechien). Gegen 17 Uhr kam ich dort an. Schnell ins Hotel und dann gleich weiter in den Fanshop von Dynamo Pardubice um den dessen Betreiber Martin zu überraschen. Vorher hatte ich schon Pavel informiert, der sich bei meinem letzten Besuch im April rührend um mich gekümmert hatte. Martin staunte nicht schlecht als ich um 17:30 Uhr in den Fanshop kam und das Team mit den Worten: „Dobré vecerní, dámy a pánové!“ (Guten Abend meine Damen und Herren) begrüßte. Martin hatte mir sofort eine Flasche Wasser kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir haben uns bis 18:30 Uhr unterhalten, währenddessen hat mir eine College Jacke und diverse kleinere Fanartikel, plus eine Flasche Wein geschenkt.

Donnerstag gegen 12 Uhr ging es dann mit dem Zug von Pardubice aus über Ostrava weiter nach Auschwitz. In Polen benötigte der Zug dann für die ca. 70km von der Grenze bis nach Auschwitz fast 90 Minuten. Aufgrund des Zustandes der Schienen konnte der Zug wohl nicht schneller als 50-60km/h fahren. Um kurz vor 17 Uhr kam ich dann in meiner Pension im Auschwitz an. Das Guest-House hat lediglich 7 Zimmer und wird von einer sehr netten Frau betrieben. Mein Zimmer war ein 4-Bett-Zimmer absolut sauber und modern eingerichtet. Klasse!
Da die Pension nur ca. 8 Gehminuten vom KZ Auschwitz entfernte war, bin ich auch gleich aufgebrochen. Ich hatte zwar kein Ticket – welche man vorher Online reservieren musste – aber ich wollte mir lediglich schon den Weg dahin anschauen um Freitag früh ohne Umwege anzukommen. Als ich am KZ ankam, war der Besucherandrang überschaubar. Ich fragte ob man jetzt noch Tagestickets bekommen kann? Konnte man! Ich also ein Single-Ticket ohne Führung geholt (welches kostenlos) ist. Am Eingang wird man durchgecheckt wie am Flughafen. Alle Gegenstände musste man ablegen, da diese geröntgt wurden, ich selbst musste auch durch eine Sicherheitsschranke hindurch. Als dies alles erfolgreich abgeschlossen war konnte ich das Eingangsgebäude verlassen.

Draußen angekommen, sah ich auch gleich den Schriftzug „ARBEIT MACHT FREI“ über dem Tor. Ein beklemmendes Gefühl kam in mir auf als ich davor stand. Nach einigen Minuten ging ich weiter und betrat das erste Gebäude. Dort im ersten Zimmer erstarrte ich zum ersten Mal. An den Wänden hingen unzählige Bilder von Opfern. Mit Namen, Geburtsdatum, deportiert am, vernichtet am…. Urplötzlich war das Grauen nicht mehr anonym, sondern hatte Gesichter!! Beim Anblick der Bilder von den Kindern hatte es mich das erste Mal gepackt. Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Nicht nur mir ging es so.
Im nächsten Gebäude „Der chirurgischen Abteilung“ war ebenfalls gleich das Behandlungszimmer – noch in der original Einrichtung zu sehen – dort wurde u.a. die Phenolspritze mitten ins Herz gesetzt und diverse Experimente an Menschen gemacht. Mir gefror das Blut in den Adern. Im nächsten Zimmer hing an Bild an der Wand, darauf waren 4 männliche Jugendliche zu sehen. Bei genauerem Hinsehen sah ich, dass diesen 4 die Genitalien KOMPLETT entfernt wurden. Zwischen den Beinen war nichts mehr! Keine Ahnung ob die Jungs noch pissen konnten oder ob da einfach alles vernäht war. UNFASSBAR!! Ich kann nicht beschreiben wie entsetzlich ich mich fühlte. Ich musste raus an die Luft und mich hinsetzen. Ich weiß nicht wie lange ich da saß. Ich raffte mich wieder auf ging weiter. Ich kam an ein Gebäude, wo im Innenhof die Erschießungswand war. Vor diese Wand wurde aus Holz eine weitere Wand aufgebaut an diese sich die Opfer stellen mussten und dort erschossen wurden. Erwachsene Besucher hockten auf den Treppenstufen in diesem Innenhof hielten ihre Hände vors Gesicht und ließen ihren Tränen und der Verzweiflung freien Lauf. Mir wurde auch wieder ganz anders als ich direkt vor dieser Holzwand stand. Am Boden lagen diverse Blumen und Kränze.
Ich betrat noch mehrere Gebäude und meine Fassungslosigkeit, Trauer, Wut, Ohnmacht und was weiß ich noch alles wurde größer und größer. Irgendwann kam ich einen Betonbunker, der zur Gaskammer und Krematorium umfunktioniert wurde. Beim Eintritt in den Bunker schnürte es mir schon den Hals zu. Ich bog nach rechts ab und stand in der Gaskammer. Ich verlor den Bodenkontakt unter den Füßen. Wie auf Watte stand ich fassungslos da. Wie betäubt ging ich in den Raum nebenan. Das Krematorium! Dort stehen 2 Öfen mit je 2 Öffnungen. Direkt darunter wurden im Boden 4 Schienen angefertigt auf diesen 4 Metallschlitten standen.
Ich hatte genug und musste zurück ins Hotel. Dort habe ich mich in meinem Zimmer versucht zu sammeln. Nach 30 Minuten bin ich dann los Richtung Zentrum. Als ich auf die Rezeption zu lief, sah mich Arleta. „Michael you are ok?“, fragte sie. Nein, ich bin nicht ok. Es ist alles so schrecklich. Wir haben uns dann Unterhalten und Arleta meinte dann, dass sich jeder bitte ein einziges Mal Auschwitz sehen sollte. Im nächsten Jahr kann man gerne wieder nach Spanien fahren, aber bitte ein einziges Mal im Leben sollte man das gesehen haben.

Freitag früh bin ich dann die 2 Kilometer nach Birkenau ins dortige KZ gelaufen. Auch dort verschlug mir es mir die Sprache als ich zum Beispiel das berühmte Tor auftauchen sah, ich im Frauen- und Kinder“Gefängnis“ war, dort wurden die Menschen teilweise bis zu 7 Tagen ohne Wasser und Brot eingesperrt, bevor man sie in die Gaskammer schickte. Die Dimension von Auschwitz-Birkenau ist unfassbar. Der Bahnwaggon aus der Deportation aus Ungarn der noch auf den Gleisen steht, das Mahnmal fast am Ende des Geländes macht dich einfach fassungslos. Gegen Mittag bin ich zurück ins Hotel und um 16:30 Uhr noch einmal in das KZ Auschwitz zu gehen. Dort kam ich in das Gebäude wo die ganzen Utensilien ausgestellt sind. Schlimm! Besonders schlimm war der Blick durch das Fenster wo die Kinderschuhe lagen. Da waren Schuhe dabei die nicht größer als 10cm waren. Erneut liefen mir die Tränen. Auch die Mengen an Erwachsenenschuhe macht einem die Dimension halbwegs klar. Es sind urplötzlich nicht „nur“ Zahlen sondern ist es alles greifbar/darstellbar. Entsetzlich!

Es ist natürlich nicht so, als hätte ich nicht gewusst was mich da erwartet! Aber es ist ein unfassbarer Unterschied ob ich das in einem Buch lese, in einer Doku sehe oder aber eben VOR ORT bin! Es gibt einfach kein Wort was das alles auch nur annähernd beschreibt was ich empfunden habe.

All die Hetzer in diversen Foren sollten sich das mal vor Ort ansehen. Wir sind alles Menschen völlig unabhängig der Hautfarbe oder Nationalität. Wir hier in Europa haben einfach Glück hier geboren worden zu sein. Fahrt hin nach Auschwitz und schaute euch dieses Mahnmal an!!!!

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen: Ich habe mich noch nie so unwohl in meiner "deutschen" Haut gefühlt. Ich werde öfter gefragt ob ich für eine Foto zur Verfügung stehe. Ich lehne das natürlich nie ab. So passiert auch in Auschwitz. Als ich nach dem Foto von der Frau aus Japan gefragt wurde: Where are you from? und ich "Germany" antwortet. Fuhr ihr der Schrecken ins Gesicht! "Germany?" wiederholte sie. Ja, Germany. Ich habe dann noch etwas mit ihr geredet. Natürlich kann ich und ganz viele weitere nichts dafür was damals passiert ist, aber wir können auch nicht so tun als ginge uns das alles nichts mehr an!!


Wer möchte kann sich hier einige Bilder ansehen.

KZ Auschwitz: https://myalbum.com/album/twI0vRu4YpQi

KZ Auschwitz-Birkenau: https://myalbum.com/album/sp4zZaN4eBk2


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Carlson Hockey Games 2018 in Pardubice
von quinney In der Kategorie Allgemein am 26.04.2018 um 19:39 Uhr

Pardubice Carlson Hockey Games

Donnerstag, 26. April 2018


Am Bahnhof in Pardubice wurde ich bereits erwartet. Nach kurzer Begrüßung ging es auch gleich ins Hotel. Dort wurden mir auch gleich die Geschenke übergeben. Ein Trikot der tschechischen Nationalmannschaft, einen dazu passenden Schal und eine Cap und natürlich die 4 Tickets für die Spiele.


Am Stadion wurde mir dann jemand vorgestellt der sich um mich kümmert. Ein sehr treuer Fan von Dynamo Pardubice den ich bei meinem letzten Besuch schon kurz gesprochen hatte. Was sehr angenehm war, er hat mir genügend Freiraum gelassen, denn ich hasse nichts mehr, als eine Rundum-Begleitung. Wenn ich Fragen oder sonstiges hatte, war er da.

Als die beiden Spiele am Samstag zu Ende waren, wollte meine Begleitung mich noch auf ein Getränk einladen, aber da ich schon um 05:30 Uhr aufgestanden war, hat die Müdigkeit gesiegt und ich bin zurück ins Hotel. Der Weg dahin war wie im Spätsommer, überall saßen die Leute noch draußen und tranken bei angenehmen Temperaturen ihre verschiedenen Getränke. Pardubice als Stadt absolut schön. Sehr sauber, große Fußgängerzone, wunderschöne Marktplatz mit einigen Lokalitäten und natürlich einem tollen Rathaus. Dazu nur wenige Gehminuten das Schloss.

Sonntag früh bin ich dann alleine losgezogen um Pardubice unsicher zu machen. Viel Zeit hatte ich nicht, da die Fanzone schon um 12 Uhr öffnete und ich dieses Flair natürlich auch mitnehmen wollte. Hier war sehr erstaunlich wie locker die Spieler - mit Ausnahme Russlands - drauf waren. Sie mischten sich kurzzeitig unter das Volk, wurden dort aber auch nur sehr dezent von den Fans "belästigt".

Auf der Fanzone traf ich dann zufällig noch das Team der Wölfe aus Bad Wörishofen die ihre Abschlussfahrt machten.

Sonntag Nachmittag war dann natürlich das Spiel der Spiele. Tschechien gegen Russland. Unter dem Jubel der ca. knapp 7000 Zuschauer wurde Russland als Tabellenletzter wieder nach Hause geschickt. Im Anschluß ging es beim Spiel Finnland gegen Schweden um Platz 2. Die Finnen mit deutlich mehr Ehrgeiz und so gewannen sie dieses Spiel mit 7-3. Sicher um 2 Tore zu hoch, aber das war dann auch egal.

Während der Spiele war der Fanshop von Dynamo in der Halle eine Art Anlaufstelle. Zwar hatte der Besitzer und seine Angestellten reichlich zu tun, doch fand sich immer mal wieder Zeit für einen kleinen Plausch. Dort wurde mir zum Abschluß noch einen Flasche Wein geschenkt und ich wurde gefragt: Wann ich denn wieder komme? Ich bin ja noch gar nicht wieder weg, war meine Antwort. Ich muss natürlich den Spielplan abwarten, aber ich werde ganz sicher wieder zwei drei Mal bei euch vorbeischauen.

Leider beträgt die Fahrtzeit mit dem Zug nach Pardubice 9 Stunden und ist von daher nur mit einem Zwischenstopp zu erreichen, sonst würde ich da noch viel öfter hinfahren.


Bilder Pardubice: https://myalbum.com/album/uP9jBgwdNJ59


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Klasterec nad Ohri zur Entspannung und Drama in Kladno
von quinney In der Kategorie Allgemein am 16.04.2018 um 20:25 Uhr

Die Reise nach Kladno begann mit einem Zwischenstopp in Klasterec nad Ohri. Eine Kleinstadt mit ca. 15.000 Einwohnern. Die Fahrt von Frankfurt aus verlief zum ersten Mal – in Tschechien – nicht perfekt. Von der DB ist man mittlerweile Verspätungen oder sogar Zugausfälle gewöhnt. Der Streckenabschnitt zwischen Karlovy Vary und Ostrov nad Ohri war wegen Bauarbeiten gesperrt und es wurde ein Schienenersatzverkehr (Bus) eingesetzt. Zum Glück war es nur eine Station und nach gut 20 Minuten war der Bus in Ostrov angekommen. Insgesamt war ich dann gut 30 Minuten später in Klasterec als es geplant war. Das war nicht weiter schlimm, da ich erstens früh genug dran war und auch kein Eishockeyspiel auf dem Plan stand. So hatte ich noch ausreichend Zeit um den Ort zu erkunden.

Der Ort selbst zeichnet sich durch einen wunderbaren Schlosspark und natürlich das aus, aber auch der Stadtkern hat wunderschöne Gebäude. Aber der Höhepunkt ist ganz der Park an dessen sich der Wellness-Komplex Lazne...... anschließend. Der Fluss Ohri fliesst in einer gemütlichen Geschwindigkeit direkt am Schlosspark vorbei. Dort gibt es ausreichend Bänke um bei schönem Wetter den Ausblick zu genießen. Rund um das Wellness-Zentrum sind auch 2 Cafes bzw Restaurants, selbstverständlich mit Plätzen im freien, wo man es sich bei gutem Wetter gut gehen lassen kann. Mit dem Wetter hatte ich absolut Glück! Es war angenehm warm so um die 20°C und der Himmel war leicht bewölkt. Das tat nach dem doch überraschend kalten Winter gut. Überraschend deshalb, da ich den kalten Ostwind – gerade zu Beginn meiner Reisen – total unterschätzt hatte! Der ist wirklich eklig und lässt Temperatur noch kälter erscheinen als sie ohnehin schon ist.

Nach einer ausgiebigen Erkundung bin ich dann schon gegen 19 Uhr zurück in mein Hotel. Dort den TV eingeschaltet und das erste Finale zwischen Trinec und Brno verfolgt. Die Übertragung läuft in etwa so ab wie bei uns die Fussballspiele. In den Pausen analysiert ein Experte sehr ausführlich mit den 2 Moderatoren zusammen, das auf dem Eis geschehene. Es werden unzählige Statistiken verglichen. Anzahl Schüsse einzelner Spieler, von wo aus der Spieler geschossen hat, wohin er geschossen, die Eiszeit, die Anzahl der Wechsel, es wird einfach alles notiert und ausgewertet. Da sind wir wirklich Entwicklungsland.

Am Sonntag früh begann dann die Reise von Klasterec nach Kladno. Ebenfalls mit einer Zugverspätung von 10 Minuten – begründet durch die Baustelle nach Karlovy Vary. Zum Glück wartete mein Anschlusszug in Chomutov auf meinen Zug, sodass ich die Reise wie geplant fortsetzen konnte. Wäre echt ärgerlich gewesen, da ich sonst einen großen Umweg über Usti nad Labem hätte machen müssen oder halt 4 Stunden hätte warten müssen, bis die nächste Verbindung wie ich sie gebucht hatte, gefahren wäre. Aber alles uninteressant, da es nach Plan lief.

Ich kam dann um 11 Uhr im Sport-Hotel – unweit der CEZ Arena ca. 5 Gehminuten – an. Da das Spiel erst um 16 Uhr anfing, wollte ich zum ersten Mal mit ausreichend Zeit mir Kaldno näher ansehen. Der frühe Spielbeginn und meine sonst immer spätere Ankunft entweder 13 oder 15 Uhr haben das bisher immer verhindert. Klar, man rennt mal kurz ins Zentrum, da dies aber auch gut 1,5km sind blieb bisher nie wirklich viel Zeit um sich alles genauer anzusehen.

Im Hotel angekommen sah ich schon, dass das Hotelrestaurant überraschend ausgesprochen gut gefüllt war. Als ich zum Check-In am Restaurant vorbei ging, sah ich das der kpl. Staff inkl. Spieler aus Karlovy Vary dort frühstückten. Energy Karlovy Vary hatte ich sich ins gleiche Hotel gebucht. Als ich meine Sachen im Zimmer verstaut und mich kurz frisch gemacht hatte und wieder nach unten ging kamen mir schon einzelne Spieler entgegen. Gut, ich wollte nicht sofort stören und bin dann erste einmal einkaufen gegangen. Währenddessen überlegte ich: Zentrum oder mögliche Fotos mit Spielern? Das Zentrum läuft nicht weg! Die Spieler hingegen schon! Also unten in der Lobby gewartet was da jetzt passiert. Es dauert gar nicht lange bis die ersten Spieler die Treppe runter kamen. Als erster kam die Legende von Karlovy Vary schlechthin Vaclav Skuhravy. 13 Spielzeiten für KV. 662 Spiele und 365 Punkte. Dazu Kapitän des Teams welches 2009 tschechischer Meister wurde. Meine Bitte nach einem Foto hat er freundlich zugestimmt und dazu sogar nach Martin Kohout hinzugerufen, der auch gerade vorbei ging. Nach und nach trudelten alle Spieler im Restaurant ein. Videovorbereitung auf das Spiel gegen Kladno war angesagt. Ich wartet erst draußen nach einer Weile dachte ich aber: Geh da mal rein. Ich nahm etwas abseits an der Theke Platz und schaute was da passiert. Die Fehler die Kladno im Spiel gegen Litvinov machte wurde exakt seziert und besprochen. Verstanden hab ich nix, aber da mit Pfeilen Laufwege gekennzeichnet wurden, konnte ich dem zumindest halbwegs folgen. Das war sehr interessant und in Deutschland wäre das unvorstellbar. Ich wollte nach Beendigung keinen weiteren Spieler belästigen. War schon total happy das man mich nicht rausgeworfen hat.

Das Spiel selbst zwischen Kladno und Karlovy Vary ist immer schwierig für mich. Zum einen möchte ich das Karlovy Vary aufsteigt – aufgrund der Nähe natürlich optimal – aber Kladno wünsche ich es auch. Natürlich ist hier der Jagr-Bonus ganz groß mit im Spiel. Heute hat aber Skuhravy mächtig Bonuspunkte bei mir gesammelt. Während des Spieles tendiert ich dann auch mehr zu KV. Kladno aber über 65 Minuten die klar stärker Mannschaft. Unglaublich welches Tempo und welche Aggressivität Kladno an den Tag legte. KV hatte alle Hände voll zu tun um diesen Druck stand zu halten. Man kam selbst nur durch eine Handvoll Konter zu Chancen ansonsten war das Verteidigen das Gebot des Nachmittags. Das ging auch bis zur 54 Minute gut. Dann schlug der Punkte doch im Tor von KV ein. Völlig verdient und längst überfällig. Auch die nächsten 5 Minuten schaffte es KV nicht Druck aufzubauen. Eine Minute vor Schluss schaffte es KV endlich den Goalie vom Eis zu nehmen. Gefahr kam trotzdem nicht auf. 20 Sekunden vor Ende rutscht ein Aufbaupass von Kladno durch und es gab Icing. 14 Sekunden vor Ende lag der Puck plötzlich im Tor von Kladno. Aus dem Gewühl heraus wurde Beranek – der direkt vor den Goalie stand angeschossen. Von dessen Kufe rutschte der Puck durch die Beine des Goalie. Der Ausgleich!

In der Verlängerung das gleiche Bild! KV machte betont langsam und wollte nur ins Penaltyschiessen. 45 Sekunde vor Ende fing sich Kladno noch eine 2 Minuten Strafe ein. Hier erspielte sich KV zwei gute Chancen, aber ohne Torerfolg. Zu Beginn des Penaltyschiessen wechselte Kladno den Goalie. Skuhravy als erster Schütze von KV ließ sich davon nicht irritieren und nutzte seine beste Waffe, den Handgelenksschuss – was für Geräte er damit abfeuert unglaublich – und zimmerte das Ding durch die Beine ins Netz. Als dritter Schütze schaffte es Balan das 2-0 zu erzielen. Als dann der vierte Schütze von Kladno erneut am Goalie von KV scheiterte war der Auswärtssieg perfekt.

Nach weiteren 25-30 Minuten ging ich langsam zum Bus von KV wo schon 100 Fans warteten. Nach und nach kamen die Spieler aus der CEZ Arena raus und versammelten sich inmitten der Fans vor dem Mannschaftsbus. Diese Gelegenheit nutze ich und fragte noch den Goalie ob er Zeit für ein Bild hätte. Yes of course, war die Antwort. Damit ging ein aufregender Tag zu Ende.



Bilder zu Klasterec nad Ohri: https://myalbum.com/album/AyV5apCCkraL

Bilder zu Kladno inkl. Video zum Ausgleichstor: https://myalbum.com/album/8s7M7qvJVIpl


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Die letzte Reise oder auch nicht.....
von quinney In der Kategorie Allgemein am 12.04.2018 um 10:48 Uhr

Dann will ich den Block mal mit Leben füllen.

Eigentlich war es von mir so angedacht, dass das kommende Wochenende meine letzte Eishockey-Reise nach Tschechien für die Saison 2017/18 werden sollte. Das Spiel in Kladno gegen Karlovy Vary wäre auch der passende Abschluss gewesen. Nebenbei bemerkt, seit Jagr die Abwehr der Ritter bei den Spielen aktiv betreut kassiert Kladno kaum noch Gegentore. Ich bin fast sicher, dass er auch im Training als Defensiv-Coach aktiv ist.

Ja, wie schon gesagt: Kladno sollte der Abschluss werden! Am Dienstag bekam ich eine Message von Dynamo Pardubice. Vom 18.04. – 22.04. finden dort die Carlson Hockey Games statt. Ein 4 Nationen-Turnier mit Tschechien, Finnland, Schweden und Russland statt. Per Message wurde ich zu diesem Turnier eingeladen. Die Zugtickets, die Hotelkosten und auch die Tickets für die Spiele werden mir vor Ort erstattet! Natürlich werde ich die Einladung annehmen, allerdings erst ab Samstag. Ich hätte die Einladung auch angenommen, wenn ich die Kosten hätte selbst tragen müssen, aber dann wäre es halt auch keine Einladung gewesen. Ich bin jedenfalls erneut völlig geplättet.

Heute früh wurde mir noch ein Bild zugesendet worauf ein Trikot der tschechischen Nationalmannschaft, ein Schal und eine Mütze zu sehen war. Dies ist ebenfalls ein Geschenk welches auf mich wartet. Ich weiß einfach nicht was ich dazu sagen soll!
Ich denke es ist zwischenzeitlich in meinen Berichten klar geworden, dass ich mich in Tschechien verliebt habe und mir dieses Trikot durchaus auch ans Herz geht und nicht nur einfach ein Trikot ist. Nein, es ist schon ein besonderes Trikot!

Ich werde jetzt schon am Freitag dem 20.04. von Frankfurt aus aufbrechen und in Karlovy Vary einen Zwischenstopp einlegen und mir dort das vorletzte Spiel der Aufstiegsrunde zwischen Karlovy Vary und Litvinov anschauen, bevor es dann Samstag sehr zeitig Richtung Pardubice geht.


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Jetzt kommt Cherno
von fundiver11 In der Kategorie Allgemein am 22.12.2015 um 09:28 Uhr

Wann endlich blickt man über den Tellerrand und schaut sich nach jungen Talenten um, wie es die sogenannten Rübenbauern tun und damit Erfolg haben.
Es kann nicht sein, daß bei Mißerfolg die Mannschaft dran ist und nicht der Trainer und spez. Cherno, der diese Mannschaft mitverantwortlich zusammengekauft hat und nur nach Namen ausschau Ausschau hält. Die nächste finanzielle Pleite ist vorprogrammiert.


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Aufstieg
von fundiver11 In der Kategorie Allgemein am 22.04.2014 um 16:25 Uhr

Man stelle sich mal vor, die Löwen hätten das Spiel in Crimitschau verloren!!! Aufstieg ade und die sogenannten Wetterauer Rübenbauern hätten sich ins Faustchen gelacht.


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Letztes Training vor dem Spiel gegen die Eispiraten
von MKK_Löwe (gelöscht) In der Kategorie Allgemein am 23.08.2013 um 12:54 Uhr

So nun ist es nicht mehr so lange, bis das erste Spiel beginnt und der erste Puck aufs Eis fällt.

Die letzte Trainingseinheit war zügig und auf den Spielplan ausgerichtet.
Spielchen 3 gegen 5 und 3 gegen 2 sowie viele Aufbaupassübungen waren dabei.

Da das Training nur eine Stunde dauerte war es dann auch fix vorbei.

Nach dem Training haben sich die Verteidiger noch mal zum Blueline Schießen versammelt.
Der Sturm traktierte das andere Tor, während zwei Verteidiger noch ein bisschen Zusatztraining Blick, Pass und Rückwärtsskaten rund um den Mittepunkt der Eisfläche gemacht haben.
Alles irgendwie sehr konzentriert und doch mit einem gewissen hauch von Lockerheit.

So nun schauen wir mal, was das Spiel so bringt.
Ich bin dann mal wieder weg, wünsch euch dann noch viel Spaß mit unseren Löwen.
MKK-Löwe


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Nur noch 24 Stunden bis zum ersten Freundschaftsspiel
von MKK_Löwe (gelöscht) In der Kategorie Allgemein am 22.08.2013 um 18:12 Uhr

Nun ist es also bald soweit.
Was gab es heute noch alles zu sehen?

Es startete der Tag für unsere Jungs schon auf dem Parkplatz.
Dort gab es ein Zirkeltraining das schon beim Zuschauen leichtes Schwitzen verursachen hätte können.
Zum Glück stand ich im Schatten.

Nach Umziehen und betreten der Eisfläche gab es dann die erste Übung des Tages.
Pass und Blickführungstraining mit regelmäßiger Korrektur durch unseren Coach, wenn es notwendig war.

Anschließend ging es im 5 gegen 5 in einem Drittel um Verteidigung und Angriff.
Auch hier gab es die ein oder andere Korrektur und die Philosophie des Coaches wurde unseren Jungs mehrmals kommuniziert, bis es zu seiner Zufriedenheit funktionierte.

Danach gab es dann wieder ein Match zwischen Blau und Rot.
Erst 2 gegen 2, dann 3 gegen 3 und zuletzt dann 4 gegen 4.
Solang bis die Zeit abgelaufen war, wurden diese Konstellationen wiederholt.
Am Schluß setzte Rot alles auf eine Karte und nahm den Torwart raus um 5 gegen 4 zu spielen.
Ein Emptynet beendete den Versuch und Blau hatte gewonnen.
Demnach musste Rot laufen, währen Liesegang das Sigerfoto machte.

Leider bauen aktuell einige Spieler wieder ab, was den positiven Eindruck der ersten Tage angeht.
Mal schauen ob sich das wieder umkehrt.

Es wird deutlich mehr kommuniziert unter den Spielern und auch Nachfragen bei den Erklärungen des Coaches sind zu verzeichnen.
Stimmung soll weiterhin sehr gut sein.

Der Nachmittag wurde von Übungen 1 gegen 2 1 gegen 3 und 3 gegen 3 geprägt.
Zwischendrin gab es noch Korrekturen was den Aufbau Pass und das Verhalten in der Neutralen Zone anging.
Schön war es anzusehen, was dabei so alles zu Stande kam.

Aktuell läuft noch die letzte Trainingseinheit 3 gegen 3 mit 2 Toren in einem Drittel, die sehr spannende Situationen und schöne Tore mit sich bringen.
Alles in allem hat sich die Woche bis hier hin gelohnt.
Morgen gibt es noch ein kurzes Training bevor die Regenration für das Spiel ansteht.
In diesem Sinne, bis morgen früh.
Euer MKK Löwe


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21.08.13 Diez mitten in der Woche
von MKK_Löwe (gelöscht) In der Kategorie Allgemein am 21.08.2013 um 00:15 Uhr(zuletzt bearbeitet: 21.08.2013 20:15)

So nun ist die Woche auch schon wieder halb rum.
Die Jungs stehen nun seit 5 Tagen auf den Kufen auf dem gefrorenen Nass.
So langsam kommen die Automatismen wieder.

Was gab es heute zu sehen?

Im Morgen Programm ging es Coast to Coast für die Spieler, was durchaus auch als versteckte Konditionseinheit hätte gelten dürfen. Die Golies taten ihr möglichstes den Einschlag hinter ihnen zu verhindern, was unserem Kanadier besser gelang. Später kam dann Linda auch auf Betriebstemperatur.

Irgendwie wurde hier die Stimmung auf der Bank nach einem der Coast to Coast Angriffe etwas ruppiger, schien sich dann aber nach ein paar Minuten auch wieder zu beruhigen und es ging normal weiter. Mag sein das da der ein oder andere zu lustig und nicht konzentriert genug war, oder eine Zweikampfnachbesprechung durchgeführt werden musste.

Danach gab es ein munteres Spielchen die roten gegen die blauen. Das Spiel ging über 15 min und erst nach 11 min kam der einzige Torerfolg für Rot, durch die Kanada Reihe. Anschließend musste Rot aber die Ehrenrunde ums Rund 5 mal machen und Blau machte lustige Fotos in Siegerpose. Aber vielleicht haben wir einfach den Auftrag nicht verstanden, unser neuer Trainier ist leider auf den Rängen nicht so klar zu verstehen wie etwa letztjährige Trainer die man auch schon vor der Halle noch klar verstanden hat.

Nun denn das war es dann auch schon vom Vormittagstraining, was wie üblich von Liegestützen und Klappmessern beendet wurde. Sonst fand ich das nicht so erwähnenswert, aber dazu mehr später.

Der Nachmittag begann mit einem "Rumble in Diez", denn es waren alle Feldspieler unterwegs einen der beiden Pucks vor das Wunschtor der entsprechenden Leibchenfarbe zu transportieren. Und ganz ehrlich Eishockey wird unübersichtlich nicht nur für die Golies auch für uns. Hochachtung daher für etliche Sehenswerte Saves aus der Kanadaecke.

Danach gab es noch mal 1 gegen 1 aufs Tor bei dem dann schon sehenswerte Checks und Kracher in die Bande dabei waren.
Der ein oder andere Mitspieler wird das wohl mit dem Physio weiter nachverarbeiten dürfen, aber es macht Mut als Fan, wenn man sieht wie die Jungs im Training hin gehen bei "Freunden"....

Anschließend gab es Spielszenen Training, bei dem die Verteidiger Überstunden schoben. Erst kam der Center mit seinen 2 Verteidigern auf die beiden Verteidiger des Golies zu. Danach kamen die Flügel und die Verteidiger im Angriff auf die Verteidiger zu, zum Schluß der komplette Block. Sehenswerte Tore dabei, genauso wie Saves die schon einen Applaus wert waren.

Nach dem das ganze nach Korrekturen unseres Coaches soweit für ihn passte, wurde mal wieder eine Konditionseinheit eingebaut. Dabei wurde die Breite des Spielfeldes im Pendelmodus angelaufen. Erst 2 dann 4 dann 6 mal und wieder zurück bis 2. Alles in allem waren die Jungs danach etwas durch, aber das Abschlußdehnen musste ja auch noch absolviert werden.

Nun denn und nun kam es auch hier beim Dehnen dazu, dass wieder Liegestützen anstanden. Und da hat der Captain of the Gym oder wie auch immer der Vorturner in der Mitte dann heißt etwas übermütig. Es wurden die Liegestütze auf dem Drei Punkt Stand durchgeführt (beide Arme ein Fuß) und danach wurden dann echte Klappmesser auf dem Eis gemacht. Die Jungs haben es aber alle tapfer durchgestanden. Vielleicht hat ja den Gymman die Anwesenheit seiner Tochter zu diesen Mätzchen verleitet. Wer weiß

Denke die werden heute Abend den Schlaf der gequälten früh antreten.
In diesem Sinne, bis morgen MKK Löwe


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20.08.13 ein neuer Tag in Diez
von MKK_Löwe (gelöscht) In der Kategorie Allgemein am 20.08.2013 um 22:55 Uhr

Nachdem ich den Lionsburger Blog gelesen habe, gibt es zum heutigen Tag recht wenig, von dem man berichten sollte.

Im morgen Training ging es um die Eroberung des Pucks in diversen Übungen.
Ob vorne, hinten in der Mitte, an der Bande... überall ging es Rund.
Manch überraschend verbitterter Fight um den Puck wurde da geführt.
Alles in allem macht es einem Mut, dass wir diese Session mehr "Akustik" an der Bande haben werden.

Die Schwierigkeiten unsere Neuzugänge zu unterscheiden sind leider nicht besser geworden.
Trainingsgäste rätseln meist, welcher Spieler das gerade war.
Wir hoffen hier auf Besserung.

Unsere Torhüter Leistung war heute wohl mehr Kanadisch geprägt.

Tryout und Golies und einige weitere machten Abends dann noch ein Zusatztraining.

Alles weitere wird sich dann wohl im Laufe der Woche zeigen, was Blockverdichtung und Rollenverteilungen angeht.

Bis dahin

MKK Löwe


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Zusammenfassung der bisherigen Trainings in Diez
von MKK_Löwe (gelöscht) In der Kategorie Allgemein am 19.08.2013 um 21:36 Uhr

So nun ist es wieder soweit, das Eis knirscht, die Kufen gleiten, der geneigte Fan ist begeistert. Die Halle in Diez ist kühl. Mancher sagt sie wäre Kalt oder schlimmeres, aber sie ist noch bei weitem nicht auf dem kälte Level von Hamm oder Königsborn. Aber auch wir Fans müssen erst wieder Trainieren mit der Kälte in den Einklang zu kommen. Am Samstag und Sonntag waren ja einige Fans anwesend. Heute wurde ob des Arbeitsalltags die Zahl der Zuschauer weniger. Trotzdem war und ist die Stimmung bei den Fans gut. Nun zu den neuen und alten Löwen auf dem Eis. Wir wurden alle überrascht von unseren alten Löwen, die durch die Bank weg deutlich fitter aus der Sommerpause gekommen sind. Sei es Liesegang, der im 2 stelligen Bereich abgenommen und zusätzlich Muskelmasse aufgebaut hat, oder Roland der ähnliches vollführt hat. Absolute Überraschung ist unser so spritziger und auch aggresiver Normen Martens. Noch schwebt zwar noch der Zweifel, ob das dauerhaft ist, aber getreu dem Motto "Jetzt erst recht" sind wir erst Mal positiv Überrascht und freuen uns, wenn er weiterhin seine neue Leistung zeigt. Die Golies machen einen guten Eindruck auch wenn sie, wie alle anderen auch, sich erst Mal wieder einfinden müssen auf dem Eis. Was gibt es sonst noch neues? Die beiden Junioren machen einen sehr guten Eindruck, sowohl Frederik Gradl als auch Tryout Spieler Nouredinne Bettahar zeigen sich spritzig und Zielsicher. Das Tempo und die Aggressivität zeigt den wohl gewünschten Stil der neuen Löwenmannschaft. Auch gibt es neue Übungen die hoffentlich auch ins Standardtraining übernommen werden. Denn die haben durchaus bei uns im Publikum zu erhöhtem Spaßfaktor geführt und auch die Eiskracks schienen ihren Spaß daran gehabt zu haben. Alles in allem bis jetzt vieles Neues für uns Fans und wahrscheinlich auch für die alten Löwen. Also dann noch einen schönen Abend und bis bald MKK Löwe


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Frohe Ostern
von Löwenpower In der Kategorie Allgemein am 31.03.2013 um 17:36 Uhr

Ich wünsche allen hier im Forum schöne Ostern


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One Night In Black(y).....oder der Versuch, eine Sportgala in Worte zu fassen....
von Lionsburger (gelöscht) In der Kategorie Allgemein am 27.11.2012 um 00:20 Uhr(zuletzt bearbeitet: 16.04.2012 13:06)

Freitagabend, kurz nach 22.30 Uhr, Tatort „Ballsporthalle Höchst“. Gut zwei Dutzend vorwiegend schwarz gekleideter junger Männer in Begleitung attraktiver Ladies trippeln ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. Das Glas Kaltschale Gerste in den Händen, schauen sie auf die Bühne, auf der soeben kein Geringerer als die Basketball-Ikone Pascal Roller für sein Lebenswerk geehrt wird.

Die HR3-Moderatorin und Wetterfee Laura di Salvo ergreift nach der emotionalen Verabschiedung von Frankfurts Mr. Basketball das Wort, holt sich eine DER Fußballerinnen des FFC Frankfurt als Verstärkung auf die Bühne, die mit ihr und Co-Moderator Markus Philipp die Laudatio auf das „Team des Jahres“ halten soll. Luise Hansen, die 3-malige UEFA-Cup-Siegerin betritt strahlend die Bühne, stellt die nominierten Teams der Stadt Frankfurt vor. Dann endlich, endlich kurz vor 23.00 Uhr der Satz auf den alle gewartet haben:
„The winner is…….LÖWEN Frankfurt!!!!“

Unbeschreiblicher Jubel an Tisch No. 29, vom Betreuer-Ehepaar Fiedler über Aufstiegstrainer Andrej Jaufmann bis zu unseren Kufenhelden, die heute endgültig zu Legenden wurden. Die Jungs stürzen übermütig - wie eine Schulklasse auf Ausflugsfahrt in die Eifel - hinauf auf die Bretter, die für sie eigentlich nicht die Welt bedeuten, nur strahlende Gesichter sind zu sehen. Sportchef Bresagk bedankt sich für das Team für die Auszeichnung, lobt Fans und Helfer und überreicht dem Sportdezernenten der Stadt, Markus Frank ein Löwen-Trikot, obwohl der eigentlich zu alt für einen der avisierten Neuzugänge im Dezember sein sollte. Unser Captain Blacky ist genau wie das Team etwas enttäuscht, denn allen wurde ein nett gemachter Trailer über die Erfolgsstory der Löwen avisiert, der die Stationen bis zum Aufstieg im März nachzeichnen sollte. Der Alternativ-Beitrag über die grünlichen Straßenbahnen des RMV war halt doch nicht so lebhaft wie die Tage 2010-2011 der Cracks aus der Mainmetropole.

Unsere „16“ hatte tagelang im Keller des Hauses eine Dankesrede für die Sieger eingeübt, die ebenso der allgemeinen Hektik zur vorgerückten Stunde zum Opfer fiel. Freundin Anni hatte noch aus der gut sortierten väterlichen Garderobe den schönsten Seiden-Schlips ihres Dads entführt, der dann aber – allein und vergessen - den Rest des Abends in Lionsburgers Auto verbrachte. Dem musste unser Zigeuner aber versprechen, beim nächsten Ballbesuch auf die weißen Socken zum schicken Anzug zu verzichten oder künftig auf die Stilberatung der Freundin zu hören.

Moderatorin da Silva tröstete die Jungs mit dem Hinweis, dass bei der späteren After-Show-Party es ein Tänzchen mit ihr als Ersatz für den entgangenen Kinogenuss geben würde, was die Boys vom Eis mit einem lauten „Illlljaaa taannnnzen…“ an ihren Goalie weitergaben.

Nicht nur der war extra aus Darmstadt angereist, um der Ehrung beizuwohnen. Bis auf die beiden Knihs-Brüder, Anwalt Ingo Schwarz und Kultholländer Jay-Jay, der zeitgleich für Den Haag aufs Eis musste, waren alle Jungs nochmals zusammen, was besonders deren Coach Jaufmann erfreute, der den ganzen Abend sein Strahlen nicht ablegen wollte.

Den weitesten Weg hatte Tom Kocurek, der sogar extra aus der „Goldenen Stadt“ angereist war, wo er derzeit sein Studium fortsetzt. Der Neu-Prager hat sogar einen Zweitligisten gefunden, der ihn als back-up-Goalie unter Vertrag nahm (www.hcbenesov.cz) und ihm eine Chance geben will. Einziges Handicap: Tom benötigt eine Transferkarte, die aber sage und schreibe 2.000,-- € kostet, die ein normaler Student wie der gute Tom gar nicht aufbringen kann. Wenn sich also hier mitlesende potentielle Sponsoren und Gönner befinden, ich gebe ihm gerne die Kontaktdaten für Prag auf!!!! (der Aufruf ist durchaus ernst gemeint…..)

Schickster Mann des Abends war unser Doc Andy Kalbe, der Arzt den die Frauen lieben….oder war es umgekehrt?…..der im Smoking eine glänzende Figur abgab und viele (Damen-) Blicke auf sich zog. Er, der im Krankenhaus Höchst seinen stressigen Tag verbringt, wäre gerne in der Oberliga mit Freund McKiste nochmals auf Eis, aber der Schichtdienst erlaubt ihm keine kontinuierlichen Trainingseinheiten.

„Most sexiest woman“ dieses Abends war jedoch keine der hübschen Spielerladies, sondern eindeutig Ana-Karina Bresagk, deren atemberaubendes Outfit die anwesende Herrenwelt zum Luftanhalten brachte und die mit Charme und Anmut ihre Rolle als „First Lady“ der Löwen spielte, was Männe Michael zu vorgerückter Stunde mit einem „Salsa for Two“ honorierte.
Obwohl, ehrlich: Hier gefielen mir Michaels Moves auf den eisigen Parkett früher besser…..

Etwas stiller genossen Adi und Frau den feierlichen Abend, denen ihr privates Glück aus allen Poren blitzte: Ein Töchterchen wird in gut 6 Wochen das Hause Ostendorff verstärken, den Namen der Kleinen wollen sich die Beiden für den Tag X noch reservieren….

Während Doc Kalbes Smoking immer mehr seiner Verwendung entfremdet wurde, Simon Barg sich mit dessen Fliege zum eifrigen Tänzer entpuppte, wurde der eher ruhige Enrico Poßner von seiner Disco-Queen auf die Tanzfläche entführt, wo schon Steffen Schnürer and Friends mit Einlagen glänzten. So gab es zu vorgerückter Stunde eine exklusive Darbietung von „Victoria´s Secrets“, die sich aber leider, leider auf die aktuelle Shorts-Hitparade des männliches Teils des Teams beschränkte, die Bornio knapp vor Blacky für sich entscheiden konnte.

Auch Wetterfee di Salvo musste nun – da versprochen - durch, als Bornio sie auf die Tanzfläche zu einigen akrobatischen und nicht jugenfreien Verrenkungen unter den kritischen Blicken von Freundin Svenja entführte.

Als dann um 1.15 Uhr Blacky mit Bresl!!! die Fläche stürmt, kommt Mrs. Bresagk schnell zur Hilfe, und nimmt ihren Micha zu den Klängen von Shakira unter ihre Fittiche, wo sich der Sportchef doch sichtlich wohler fühlt als im Männerduett. Auch der Tango von Doro und Phil Heise hat Charme, wie auch Ilja´s nette Frau sofort lachend kommentiert. Die Doroschenkos erzähle noch lange von ihrer Hochzeitreise im Frühjahr, der Lionsburger lernt, dass Lobster in Maine (nicht im Main!!) doch nicht das Maß aller Dinge sind und dass unser früherer Fänger und Neu-Duke eher Muscheln bevorzugt.

Um 1.35 Uhr rocken nur doch die Löwen die Party, die anderen Gäste haben denen schon längst das Feld überlassen, dass es „BISS zum Morgengrauen“ zu beackern galt…….


(Unzensierte Version!)


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Hopperblog - Sind wir nicht alle ein bisschen Pula?
von Summer of 69 In der Kategorie Allgemein am 04.10.2012 um 00:35 Uhr(zuletzt bearbeitet: 05.10.2012 10:24)

Auf mehrfachen Wunsch von verschiedenen Seiten, etwas über den außergewöhnlichen Event in Pula
zu berichten, hab ich mich entschlossen - entgegen meiner Gewohnheit im Hopperthread - dies mal
hier als Blog zu versuchen.

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Nun, was verleitet einen eingefleischten Löwenfan, der seit 20 Jahren zum Eishockey geht, bloß dazu nicht zur Saisoneröffnungsfeier zu erscheinen? Krankheit? Hochzeit, Geburtstag oder gar Todesfall in der Familie? Nun, das wären sicher alles triftige Gründe, doch ist es vorstellbar, dass ein anderes sportliches Ereignis einen alten Hasen von „seinem Verein“ fernhält und fremdgeht?! Ja, zugegeben, nur schwer vorstellbar. Also muss es schon etwas ganz besonderes sein. Und definitiv, das war es! Als die Pressemitteilung über diesen Event im Netz auftauchte, verschlug es mir schon etwas die Sprache. Ein Eishockeyspiel in einer knapp 2000 Jahre alten römischen Arena? Noch dazu im (Spät,-) Sommer in Kroatien? Ein Joke? Nein. Einfach nur eine Hammeridee der Verantwortlichen in Zagreb, die bekanntlich in der ersten Österreichischen Liga spielen. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung klingelte das Telefon und Jup fragte mich ob ich mitkommen wolle. Reflexartig sagte ich zu. Ich wusste weder wie wir hinkommen noch mit wem oder was es kosten sollte. Egal! Vergesst die WM Eröffnung auf Schalke oder das geplante Winter-Classic-Game in Nürnberg. Ein Spiel in einer Arena á la Colosseum kann man definitiv als die abgedrehteste Idee im Eishockey ever bezeichnen. Und klar war auch, wenn ich da nicht dabei bin kann ich mit meinem Hopperhobby eigentlich aufhören. Kurzum: Ich war angemeldet. Nach und nach erfuhr ich dann auch, dass es per Bus, welcher von dem Fanbeauftragten der Hannover Indians organisiert wurde, für 4 Tage bzw. 3 Nächte nach Pula ging. Dort übernachteten wir in einem Resort und waren in kleinen Gruppen von jeweils 2-4 Personen in Apartments untergebracht. Neben Jup und mir gesellten sich noch Catdog, Ahua und Atze aus Frankfurt hinzu. Ferner waren neben der naturgemäß großen Gruppe aus Hannover noch Fans aus Krefeld, Oberhausen, Dresden, Selb, Straubing und München bzw. Königsborn von der Partie. Also eine richtig bunte Mischung. Das Apartment durfte ich mir mit Catdog teilen.

Der Bus fuhr Donnerstag Mittag in Hannover ab und sollte uns gegen 17:30Uhr am Autohof Gramschatzer Wald bei Würzburg aufgabeln. Die Frankfurter Fraktion entschied sich die Fahrt mit einem kleinen Essen in Form von grillen auf dem Autohof einzuläuten. Punkt 15:00Uhr trafen wir fast zeitgleich ein. Grill aufgebaut und Fässchen angestochen, zogen wir die Blicke der eintrudelnden Trucker auf uns. So verging die Wartezeit im Fluge. Gegen 18:00Uhr fuhr der Luxusliner auf den Autohof und man begrüßte sich warmherzig, kennt man sich doch mittlerweile durch diverse gemeinsame Aktivitäten, sei es durch Hoppertouren und/oder Begegnungen im Rahmen der Nationalmannschaft. Jup, der kurzfristig aus persönlichen Gründen einen Schlenker über NRW nach Hannover machte, stellte uns den Rest des Busses vor, der bereits feucht-fröhlichen Vorsprung besaß. Meine nun einsetzende Befürchtung, die Sanitäre Einrichtung des Busses könnte nicht ausreichen, wurde zum Glück nicht bestätigt. Ich platzierte mich neben einem Dresdner und lernte wieder einmal etwas über Ost,-/Westverhältnisse. Im Laufe des Abends rotierte die Sitzordnung bevor es gegen 1:00Uhr stiller wurde im Bus. Die Stille wurde durch die gelegentlichen Busfahrerzeiten-Stopps unterbrochen, was wiederum interessant war, da man so noch den ein oder anderen Blick auf Gegenden erhaschen konnte die ich noch nicht kannte (wie z.B. Teile Österreichs und Sloweniens). Gegen 8:00Uhr erreichten wir nun Pula. Einziger organisatorischer Flop war, dass die Unterkünfte nach durchzechter Nacht (verständlicher Weise) noch nicht bezugsfertig waren. Eine um 3-4 Stunden nach hinten verzögerte Abfahrt wäre hier m.M.n. durchaus sinnvoll gewesen. Obwohl die Apartments üblicher Weise erst ab 15Uhr zu beziehen sind, bemühte man sich sehr um uns und stellte bereits ab 11:00 bzw. 13:00Uhr die Räumlichkeiten zur Verfügung. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an die Leitung des Arenaturist-Resort Horizont.

Die Zwischenzeit bis zur Übergabe der Apartments nutzen wir zu einer ersten Erkundung der Umgebung und Währungsorganisation. Ein Blick auf den 10 Kuna Schein zauberte uns ein Lächeln auf die Backen, ziert doch die Arena von Pula den besagten Schein der Kroatischen Währung. Nach einem kurzen Mittagsschläfchen zog man nun endlich Richtung Innenstadt. Direkt vor dem Resort befindet sich eine Bushaltestelle deren Linie uns direkt ohne Umstieg in 20 Minuten vor die Tore der Arena brachte. Was uns hier erwartete verschlug uns schon ein wenig den Atem. Die historische Arena befindet sich in einem Zustand, den manches Jugendstilhaus alt aussehen lässt. Knapp 20.000 Zuschauern soll die Arena seinerzeit Platz geboten haben und ist auch heute mit 7.000 Plätzen eine noch recht zeitgemäße, aber vor allem stilvolle Veranstaltungsstätte. Gegenüber der Arena bauten die Macher ein recht ordentliches Fandorf auf. Von einer Bühne mit DJ und Live-Gig angefangen über diverse Versorgungsstände bis hin zu einem Merchandisingstand war nahezu alles vorhanden was das Fanherz benötigt um glücklich zu sein. Als I-Tüpfelchen sei noch erwähnt, dass man überall Werbung für den Event entdecken konnte. Mit anderen Worten: Die Schweden hätten hier mal vorbei kommen sollen, damit sie für den Mai Bescheid wissen wie man einen Event organisiert, was ja bekanntlich bei der vergangenen WM dieses Jahr gründlich in die Hose ging. (Sorry, der Seitenhieb musste sein).

Das Fandorf war gut in Deutscher Hand. Mit locker 150 Personen stellte man ein sehr stolzes Besucherkontingent. Schnell fand man Kontakt zu den Fans von Zagreb und testete gegenseitig das Schlachtenbummler-Repertoire aus. Die eher klägliche Truppe von gefühlt 30 Fans von Olimpija Ljubljana ging da direkt unter. Zu deren Ehrenrettung sei jedoch erwähnt, dass es in der Arena später deutlich mehr waren. Nach Einbruch der Dunkelheit ging es dann rüber zur Spielstätte. Nach anfänglichen Stauungen an den Aufgängen und Verwirrung um den Zugang (unser Block war nur durch den oberen Eingang über eine andere Straße erreichbar), war der Einlass recht unproblematisch und ging verhältnismäßig zügig von statten. Im Inneren staunten wir erneut nicht schlecht. Die Symbiose zwischen alt (Arena) und neu (Eisfläche) überwältigte! Ich muss zugeben, ich bin verliebt. Sollte mir einer sagen, der geplante Bembeldome soll so aussehen, bin ich ab sofort ein Befürworter der Arena!


Leider verzögerte sich der Spielbeginn um ca. 1,5 Stunden. Ein Unwetter am Vortag hatte einen Generator zerstört und die Eismeister kämpften mit den Elementen. Doch auch hier wieder ein Kompliment an alle Seiten. Die Spieler und Offiziellen zeigten ein Einsehen und Geduld, wollten doch alle Beteiligten nicht nur die Punkte sondern auch das Spiel erleben. Die Verantwortlichen zögerten zudem nicht lange und offerierten kurzerhand offene Zapfhähne – Für fast 1 Stunde! Spiel und Trank für's Volk, Sie hatten verstanden. Als es nun endlich losging stand das Sportliche naturgemäß etwas im Hintergrund. Man genoss einfach nur das Ambiente. Alles andere hatte auch nicht viel Sinn. Das Eis war gerade so spielfähig und beide Mannschaften lieferten eher Magerkost, selbst für österreichische Verhältnisse. Zagreb verschlief die ersten 40Minuten und lag mit 0:3 hinten, kämpfte sich jedoch zurück. Zu mehr als einem 2:3 reichte es allerdings am Ende nicht. Nach einem Absacker Bier ging es heimwärts und wir waren froh nun endlich im Bett zu liegen.

Nach ausgiebigem ausschlafen und einem Frühstück auf dem Balkon war für den Samstag zunächst Sightseeing eingeplant. Dieser sollte mit einem erneuten Rundgang im Resort starten. Doch bereits in der ersten Bucht war Schluss. Schon von einiger Entfernung hörte man die gutgelaunten Stimmen unserer Mitfahrer sowie derer die sich ebenfalls aus Deutschland kommend im selben Resort eingebucht hatten, welche sich im Meer tummelten. Als wir näher kamen trauten wir unseren Augen nicht. Einer der Mitfahrer hatte eine aufblasbare Bar mit schwimmenden Getränkekühlern und Schwimmsesseln organisiert. Schnell war die Stadttour abgehakt. Das letzte Fässchen wurde aus dem Apartment geholt und man gesellte sich zu den Anderen. Den Funfaktor kann sich sicher jeder der Leser vorstellen... Ein kroatisches Abendessen mit anschließendem Sit-In in einer der dortigen Strandbars rundeten den sehr kurzweiligen Tag ab.

Für Sonntag war dann aber klar, dass die Stadt zu erkunden ist. Neben der Arena hat Pula noch einige andere historische Ecken zu bieten. Neben einem weiteren kleinen römischen Theater hat Pula zudem eine sehr schnuckelige Altstadt. Hier stieß dann ein weiteres alt-bekanntes Frankfurter Gesicht in Form von trevor forever samt Freundin zu uns. Die beiden verbrachten ihren Urlaub in Kroatien und so bot sich ein Schlenker auf der Rückfahrt über Pula natürlich an. Nach dem Spätnachmittagabendessen ging es erneut ins Fandorf und danach zum zweiten Spiel in die Arena. Die Eisprobleme vom Freitag hatte man mittlerweile ausmerzen können und so stieg auch das spielerische Niveau. Zagreb machte an diesem Abend schnell klar, dass man nicht beide Spiele den Gästen her schenken wollte und machte es genau umgekehrt wie am Freitag indem man bis zur 30.Minute bereits 3:0 gegen die Vienna Capitals führte. Man machte sozusagen dem Schlachtruf „Zig Zak MEDVEŠČAK“ alle Ehre. Ergänzt wurden die Gesänge von den Deutschen in Richtung Österreich, wie es sich für den „geliebten“ Nachbarn gehört... (mehr sei hier nicht erwähnt, da es politisch wohl nicht ganz einwandfrei ist...) . Das Spiel endete schlussendlich auch verdient 4:1. Hiernach klang der Event im Fandorf gutgelaunt aus. Nach einer erneut eher kurzen Nacht ging es am Montagmorgen nach dem Frühstück wieder heimwärts. Als Fazit kann man nur sagen: Endgeil! Klar habe ich mit dem Spiel in Kaufbeuren gegen Landsberg, mit diversen Sonderzügen und der Meisterschaft bei den Löwen und international mit Olympia in Kanada oder dem Spiel auf Schalke und dem Viertelfinalsieg über die Schweiz 2010 schon einiges erlebt. Aber abseits der Löwen und der Nationalmannschaft dürfte dies das einzigartigste jenseits des Tellerrandes gewesen sein und ich bin heilfroh dabei gewesen zu sein. [fs]

Bilder hierzu gibt's dann auch noch in der Galerie


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