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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 1.386 mal aufgerufen
  
 
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MegaTefyt Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.833

05.09.2016 12:43
Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

(ich poste das einfach mal hierhin, weil das sicher auch viele Löwen-Fans betrifft)

Quelle: https://www.datev.de/web/de/aktuelles/na...ts-unzulaessig/

Hintergrund: laut Verbraucherzentrale NRW hat das Landesgericht Bremen in einem Musterverfahren am 31.08.2016 die Gebühr, die bei Ticket-Anbietern auch für selbst ausgedruckte Tickets ("Print@home") berechnet werden, für unzulässig erklärt. Das Verfahren lief gegen Eventim und ist noch nicht rechtskräftig. Dies wird es, wenn Eventim nicht in Berufung geht, andernfalls dauert es noch etwas bis zu einem endgültigen Urteil.

Es haben sich ja auch hier um Forum schon einige über die Systemgebühr bei AD Ticket aufgeregt. Wenn das Urteil rechtskräftig wird, dann entfällt diese Gebühr nicht nur in Zukunft, man kann diese wahrscheinlich für vergangene Bestellungen nachträglich zurückfordern, d.h. ihr solltet die Belege über online gekaufte und selbst ausgedruckte Tickets aufheben. Wenn man keine Dauerkarte besitzt und seine Tickets über diesen Weg bestellt bzw. bestellt hat, dann kann sich da schon ein kleines Sümmchen an Geld anhäufen.


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lion84 Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 3.093

05.09.2016 12:47
#2 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Hab ich am Wochenende auch gelesen. Der eine Euro, den ich jedesmal dafür abgedrückt habe, das ich mir mein Ticket selbst ausdrucke hat mich schon immer geärgert und ich hoffe doch mal, dass der dann jetzt wegfällt.


Dougman Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.322

05.09.2016 13:39
#3 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Wenn dieser Euro wegfällt, dürfte auch ADTicket als Anbieter "wegfallen". Service möchte man immer gern in Anspruch nehmen, aber bezahlen lieber nicht. Genau wie Bankkunden, die meinen, dass Geldzählen eine kostenlose Dienstleistung sein soll.
Ich sehe im Online Ticketing einen immensen Vorteil und auch die Anbieter dieser Dienstleistung müssen einen Verdienst haben.
Am Ende zahlt eh der Kunde. Ob direkt oder indirekt ist völlig egal.
Ich wurde von AD Ticket bisher gut und freundlich bedient und werde mir jetzt nicht 8 Euro für die letzte Saison erstatten lassen.
Im Übrigen ist es bei uns nur ein Euro. In Kassel sind es zwei. Das verstehe ich nicht ganz.


Bumbum87 Offline

Midlife Löwe

Beiträge: 912

05.09.2016 13:45
#4 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Du verkennst da aber, dass die Ticket-Vertriebe auch an den Tickets verdienen und somit praktisch doppelt bezahlen...



Dougman Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.322

05.09.2016 13:52
#5 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Zitat von Bumbum87 im Beitrag #4
Du verkennst da aber, dass die Ticket-Vertriebe auch an den Tickets verdienen und somit praktisch doppelt bezahlen...


wie ich schrieb:
Es ist vollkommen egal, wie genau sie verdienen.
Wenn die Ticketing-Gebühr von 1 EUR im Bestellvorgang wegfällt, wird sie von Seiten AD Ticket den Löwen künftig in Rechnung gestellt.
Die wiederum werden dann subventionieren müssen oder die Preise leicht erhöhen oder werden die Kooperation kündigen.

1. Wie der Kuchen aufgeschnitten wird ist egal. Er hat immer die selbe Größe.
2. Irgendeiner zahlt immer :)


Waui hat sich bedankt!
Bumbum87 Offline

Midlife Löwe

Beiträge: 912

05.09.2016 13:55
#6 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Das ist klar :P



ozhockey Online

König der Löwen

Beiträge: 7.049

05.09.2016 14:01
#7 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Nun ich finde den Print at home service einfach nur gut.
Der Euro nervt dabei etwas weil am Ende ich den Toner und das Papier stelle, aber das ist dann schon sehr kleinkariert gedacht.
Warum man aber dafuer noch einen Euro berechnet ist einfach nicht nachvollziehbar.


Dougman Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.322

05.09.2016 14:05
#8 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Der Bankkunde wird auch schäumen vor Wut, wenn die Banken künftig negative Zinsen und / oder Kontoführungsgebühr verlangen.
Keinem Kunden wird es gefallen und er wird es als Abzocke oder Ungerechtigkeit empfinden
Aber: Es wird kommen, da die Banken keine andere Wahl haben.
EZB und Draghi sei Dank

Sorry für OT - sollte nur der Anschaulichkeit von als ungerecht empfundenen Gebühren dienen


lion84 Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 3.093

05.09.2016 14:15
#9 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Zitat von Dougman im Beitrag #8

Sorry für OT - sollte nur der Anschaulichkeit von als ungerecht empfundenen Gebühren dienen


Dann demnächst einen Euro für den Kassenzettel im Supermarkt - ist immerhin eine Leistung und die muss bezahlt werden.


ozhockey Online

König der Löwen

Beiträge: 7.049

05.09.2016 14:34
#10 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Hi Dougman ich verstehe es schon, was du mit den Banken aussagen willst.
Aber mir erscheint das etwas zu einfach: Weil die Rahmenbedingungen sich aendern, muss der Kunde das am Ende zahlen.

Noe ich sehe das anders. Ich hoffe diejenigen, die hier gnadenlos abzocken, machen sich selbst Ihr Geschaeft kaputt.
Amazon kommt ja im Moment auch nicht mit einer hear or see at home Gebuehr fuer den Download...
Und Restaurants knallen auch keine 20 % fuer den Bewirtungsbeleg auf eine geschaeftliche Rechnung.
Am Ende muss der Gesamtpreis stimmen egal wie zusammnegesetzt und systemisch bewegen wir uns leider in eine "Ueberregulierung" durch solche Gerichtsentscheide.


Dougman hat sich bedankt!
Dougman Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.322

05.09.2016 14:40
#11 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Ich weiß nicht ob du damit jetzt die Banken meinst, aber ich gehe mal darauf ein.

Aktuell ist es so, dass die Banken selbst dafür zahlen müssen, wenn DU Geld auf deinem Konto hast.
Aktuell sind das genau 0,40% p.a. an Strafzinsen.
Sprich: Angenommen du hast im Durchschnitt 5.000 EUR auf deinem Girokonto, so muss deine Bank dafür 20 EUR Strafzinsen im Jahr an die EZB zahlen.
Um es so klar zu sagen: Alleine dadurch, dass du ein Konto bei deiner Bank unterhältst, kostest du Geld. Früher haben die Banken für ihr Guthaben Zinsen von der EZB bekommen, heute müssen sie dafür zahlen.
Was sollen sie sonst machen, als diese Kosten an den Kunden weiterzugeben?

PS: Schau dir mal den Aktienkurs der Deutschen Bank an. Dieser spricht Bände.
Banken verdienen in Deutschland aktuell kaum Geld bzw. machen große Verluste.
Statt Abzocke würde ich es schon eher als Überlebenskampf bezeichnen.
In Zukunft werden sich weitere Banken zurückziehen, die übrigen werden fusionieren oder sich gegenseitig übernehmen.

Was das eigentliche Thema angeht:
Ich finde es aus Verbrauchersicht positiv, dass jede Gebühr aufgedröselt wird.
Auch bei Lufthansa verlangt man nun 20 EUR für eine Sitzplatzreservierung. Wer keinen Sitzplatz reservieren will, der spart sich das Geld einfach.
Mehr Transparenz geht doch gar ncht.


Minikalender Offline

Teenie Löwe

Beiträge: 126

05.09.2016 14:48
#12 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Wie sonst in der (freien) Marktwirtschaft auch üblich.
In Zeiten, in denen die Gewinne nur so strömten, redete keiner davon. Nun, da es etwas kosten "könnte" (und zwar zeitlich begrenzt), treten solche Punkte zu Tage bzw. werden ans Tageslicht gehoben.
Es entspricht dem Wesen des Handel(n)s, mit Angebot, Nachfrage und gesetzlichen rahmenbedngungen eben Handel betreiben zu können und zu wollen.
Oder eben man lässt es.


Dougman hat sich bedankt!
Nachtfalke Offline

Midlife Löwe


Beiträge: 738

05.09.2016 14:53
#13 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Mein lieber Dougman, dein Bankenvergleich hinkt. Du vergisst dabei, dass die Banken mit dem eingelagerten Geld auch verdienen, indem sie es in Form von Darlehen weiterreichen. Ganz ursprüngliches Bankgeschäft eben. Geld von Kunden nehmen und dafür wenig zahlen, das gleiche Geld an andere (oder auch die gleichen) Kunden weitergeben und dafür viel verlangen. Aber wir kommen ins OT.


Dougman hat sich bedankt!
Dougman Offline

Oldie Löwe


Beiträge: 1.322

05.09.2016 14:58
#14 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Zitat von Nachtfalke im Beitrag #13
Mein lieber Dougman, dein Bankenvergleich hinkt. Du vergisst dabei, dass die Banken mit dem eingelagerten Geld auch verdienen, indem sie es in Form von Darlehen weiterreichen. Ganz ursprüngliches Bankgeschäft eben. Geld von Kunden nehmen und dafür wenig zahlen, das gleiche Geld an andere (oder auch die gleichen) Kunden weitergeben und dafür viel verlangen. Aber wir kommen ins OT.


Soweit die Theorie.
Aktuell haben wir in Europa eine Überschussliquidität von 1,0 BILLIONEN Euro. Das sind 1.000 Milliarden Euro.
Und diese Zahl sagt eben aus, dass dieses Geld auf Konten liegt und eben nicht als Darlehen verwendet wird.
Sprich: Es gibt aktuell einfach zu viel Geld und zu wenig Verwendung in Form von Krediten.
Insofern muss ich dir da widersprechen.
Nur weil ich Banker bin, stehe ich noch lange nicht auf Seiten des ungezügelten Kapitalismus. Ganz im Gegenteil.
Aber in diesem Fall muss ich dir sagen: Die Banken verdienen aktuell mit Zinsspanne nahezu kein Geld.
Mehr noch: Viele Banken zahlen drauf, da sie mehr Einlagen haben als Kredite vergeben können.

Das war es von meiner Seite - ich hätte den Vergleich vielleicht nicht bringen sollen.
Off topic ist blöd. Sorry


ozhockey Online

König der Löwen

Beiträge: 7.049

05.09.2016 15:09
#15 RE: Systemgebühr bei Print@home-Tickets unzulässig Zitat · antworten

Ich gehe nochmal auf ein paar Punkte ein, aber ansonsten sind das eher peanuts, wobei man mit dem Begriff aufpassen sollte...

Ich zahle gerne fuer eine Leistung, wenn denn eine erbracht wird.
Die print at home Geschichte ist aber aehnlich wie Bankautomaten zunaechst mal eine Leistung, die Kosten auf Seiten des Be- oder Vertreibers reduziert. In dem naemlich Personalkosten und Officekosten reduziert werden.
Etwas anderes sind dann kurzfristige Gebuehrenanpassungen an geaenderte Rahmenbedingungen (Kerosinzuschlag oder auch Topzuschalge bei einem attraktiven Gegner etc. das erste rettet vor exorbitanten Kosten und das zweite sichert hoeheren Ertrag).

Ja die Banken machen bei der derzeitigen Entwicklung keinen Gewinn mit den Einlagen, wenn sie nichts damit machen. Sie verlangen aber auch beim Ueberziehen des Dispo gnadenlos ihre gewohnten Zinsen (Die Anpassung ist in etwa so wie beim Benzinpreis in Abhaengigkeit zum Rohoelpreis). Sonst muesste man ja fuers Konto ueberziehen nun kleine Bonuszahlungen gewaehren...

Ich denke, man kann die Beispiele nur schwer vergleichen, aber warten wir wie es ausgeht und ob die Beklagten in Revision gehen, etc...


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