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Dieses Thema hat 17 Antworten
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alaska Offline

Mitbürger mit agrarkulturellem Hintergrund

Beiträge: 2.164

01.03.2010 21:15
Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Der Kolumnist von eishockey.net, Jürgen Windeck, bat mich, überall dort, wo es auch die Diskussionen um Ultras schon gibt oder gab, seine Kolummne zum nachdenken weiterzuverbreiten. Ich möchte diesem Ansinnen gerne nachkommen-deshalb hier der Artikel:

Ultras und Eishockey
Sechs mit Gummi die eishockey.net-Kolumne. Warum nicht zusammenwächst was nicht zusammengehört! Eishockey ist ein emotionaler Sport. Gerade deshalb konnten sich in diversen Eisstadien Stimmungen etablieren, die man weder auf Fußballplätzen noch in anderen Sportarenen finden konnte.

Auch die Zuschauerklientel war nicht nur männlich, nein auch Frauen und ganze Familien frönten ihren Vereinen und ihrem Sport. Emotionen ausleben bedeutete auch, daß man sich vom Stress des Alltags erholen konnte. Nirgends klappte die Symbiose zwischen seinem Verein und den Fans besser als beim Eishockey. Guten gegnerischen Leistungen zollte man auch den nötigen Respekt.

Man konnte deshalb auch mit mancher Niederlage umgehen. Natürlich kam es dann und wann auf den Rängen auch zu unschöneren Szenen, doch erlebte man dann eine einzigartige Selbstreinigung unter den Fans und man konnte wieder zur Tagesordnung übergehen, sein Team anfeuern und seine Emotionen ausleben.
Natürlich verklärt die Vergangenheit Vieles von dem Beschriebenen. Doch man konnte ohne Angst die Spiele besuchen. Die Liga verwandelte sich und damit auch die Vereine und die Fans. Das Publikum wurde insgesamt kritischer. Gründe sind in den gewandelten Strukturen, sowohl im Eishockey, als auch in der Gesellschaft zu finden.

Gerade die Gesellschaft ist es, die manchen auf der Strecke lässt. Höhere Anforderungen in Schule und Beruf lassen häufig soziale Bindungen in den Hintergrund treten. Nicht zu vergessen unser Bildungsdilemma. Ein Erbe der 68er Generation? Es würde jetzt zu weit führen, aber es wurde sicherlich versäumt bestimmte Werte zu vermitteln, die ein besonderes Gut darstellen. Dazu gehört vor allem ein respektvoller Umgang einander und soziale Verantwortung. Klar, wenn es die Gesellschaft nicht vorlebt, wie sollen diese Werte heute noch vermittelt werden. Wenn „Jedem das Seine und mir das Meiste“ tagtäglich Jedermann vor Augen geführt wird, wenn in der Politik seit Jahrzehnten diesbezüglich die ruhige Hand das Zepter schwingt, wenn Integration bis heute nicht begriffen ist, wenn Gerechtigkeit mit Füßen getreten wird, wenn Familien sich in Selbstverwirklichung üben, wo und wie sollen Kinder dann noch lernen?

In den Ligen sieht es nicht minder erschreckend aus. Fortschreitende Kommerzialisierung trägt dem Leistungsgedanken Rechnung. Früher undenkbar, so ist es heute Gang und Gäbe, das Geld Tore schießt. Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen (z.B. eine vernünftige Jugendarbeit) ist dem Augenblickserfolg eher hinderlich.

Schaut man sich einmal in den Ultrakreisen um, so beziehen sich die Kreise zunächst auf das Ursprüngliche unseres Eishockeysports, u.a. Entkommerzialisierung und Unterstützung der eigenen Mannschaften. Dazu musste der Fan neu erfunden werden. Stimmung wurde „gemacht“ also „gearbeitet“. Das Ergebnis war endloser Dauersupport, ohne Hirn, ohne Witz. Hauptsache singen für die eigene Mannschaft. Der „richtige“ Fan war geboren.

Diese Pseudostimmung ist aber nicht die Stimmung, von der Eishockey im Besonderen lebt. Entweder bin ich in Stimmung oder aber nicht. Entweder springt bei mir der Funke über, das kann Anfeuern der eigenen Mannschaft oder auch Galgenhumor sein, oder aber nicht. Es sind immer Emotionen, die einen in Stimmung bringen, oder aber nicht. Keinesfalls ist es Dauersupport um des Supports oder der Selbstbeweihräucherung Willen der mich in Stimmung bringt. Eigentlich nervt dieser Dauersupport nur noch.

Schaut man in spezielle Ultrakreise, so wird mir auch klar, daß sich hier eine Subkultur heranbildet, die zu Problemen mit anderen Gästen des Eishockeys führen, und somit schädlich für die Vereine und den Sport sind. Ein Paradebeispiel für diese Schädlichkeit war das Regionalligaspiel zwischen der DEG Eishockey e.V. und dem ESC Moskitos Essen. Zunächst wird Pyrotechnik abgefackelt, daß man nur noch schlecht sehen kann. Dann wird der Gegner verhöhnt mit Gesängen aus der untersten Schublade. Später kam es dann zur „Böllerstimmung“ und Handgreiflichkeiten durften auch nicht fehlen. Stellt sich also die Frage, weshalb es gerade bei Fangruppierungen aus der Ultraszene immer wieder zu Problemen kommt. Da hilft dann manchmal ein Blick auf die Homepage, exemplarisch soll hier mal die des Düsseldorfer Supportersclub (DSC02) herhalten, auf der man u.a. folgendes nachlesen kann.

Zitat: „Wir sind eine überwiegend junge Gruppe mit dem Ziel unseren Verein, die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft von 1935, würdig zu unterstützen und unsere Heimatstadt Düsseldorf würdig zu repräsentieren.“
Was nehmen die sich eigentlich heraus? Erstens ist „würdig vertreten“ etwas anderes als mit hohlen Phrasen den Gegner zu beschimpfen, zweitens wähle ich bei Kommunalwahlen die Repräsentanten meiner Stadt. Keinesfalls will ich von dieser Gruppe repräsentiert werden.
Zitat: „Jeder der eine Mitgliedschaft anstrebt oder bereits Mitglied ist muss bereit sein aus freien Stücken während dem Spiel alles aus sich raus zu holen! Es sollte eine Ehre darstellen die schönsten Farben der Welt zu unterstützen und zu vertreten.
Da stellt sich mir doch die Frage, weshalb diese Problemfans mit schwarzen Jacken und Kapuzen auftreten? Die Antwort will ich später klären. Interessant in diesem Zusammenhang, daß noch ein weiterer Fanblock im Stadion zugegen war, der wohl dem gleichen Fanclub angehörte. Insgesamt kann man feststellen, daß weder die Düsseldorfer noch die Essener Farben bei diesen Clubs vertreten waren.

Zitat: „Gegenseitiger Respekt sollte intern, in der gesamten DEG-Szene und auch außerhalb vom Eishockey eine Selbstverständlichkeit sein. Genau aus diesem Grund lehnen wir auch Gewalt rund um unseren Sport ab und stehen dafür ein, dass die Eishockey Szene nicht zu einer plumpen Kopie der Fußball(-Riot)Szene verkommt.“

Vollkommen richtig. Nur verhält es sich in der Regel bei diesen Problemfans so, daß nach dem „intern“ schon der Schnitt kommt. Stinkefinger und das Verhöhnen des Gegners hat nichts mit dem Respekt zu tun, wie er beschrieben wird.
Noch viel schlimmer sieht es bei der Rekrutierung des Nachwuchses dieses Clubs aus.
Zitat: Wir sind ein Freundeskreis, und keine Gruppe die sich 1x in der Woche im Stadion bei der DEG trifft. Wer nur auf 1x die Woche "Stadion gehen" Lust hat, der ist bei uns leider falsch, denn wir leben und lieben diesen Verein - und das nicht nur einmal in der Woche!
Wir treffen uns regelmäßig einmal in der Woche zum Ideen bereden, Fahnen malen, Aktionen vorbereiten oder einfach nur zum rumlabern. Diese Treffen sind keine Pflicht, aber wenn ich Mitglied in dieser Gruppe bin und mich einbringen will, dann kommt das automatisch. D.h. also, dass Freundschaft ein sehr wichtiger Part in unserer Gruppe ist.

Hier wird schon deutlich, daß Freundschaft innerhalb der Gruppe ein wichtiges Gut für diese Gruppe ist. Wie weit diese Freundschaft gehen kann, zeigt sich doch immer dann, wenn es, sagen wir mal so, zu abnormen Verhalten kommt. Es bildet sich eine Art Ehrenkodex, der es von außerhalb dieser Gruppe schwer macht, aufklärend zu wirken. Diverse Dinge werden halt intern unter Freunden geregelt.
Zitat: Den Gegner in Grund und Boden singen und unsere Mannschaft unterstützen.
Mit wem ist denn der Gegner gemeint? Gegnerische Fans? Gegnerische Mannschaft? Da die gegnerische Mannschaft nicht mitsingt, kann es nur Ersteres sein. Kann das der Beginn einer gewissen Spirale sein, an der man dreht? Lesen wir mal weiter.
Zitat: Das ist das, wofür wir leben! Die DEG! Für die meisten von uns ist der Verein mehr als nur ein Hobby, viel mehr ist er ein Lebensgefühl und ein Lebensinhalt. Und weil dies in den vergangenen 2 Jahren immer mehr Jugendliche für sich entdeckt haben, gründete sich die SUPPORTER JUGEND. Gegründet wurde die Gruppe vom DSC 2002, weshalb wir, die Mitglieder der JUGEND auch ein Teil des DSC sind. Der Löwe, das Logo des DSC ziert auch unser Logo, was unsere Zusammengehörigkeit zeigt.

Es wird schon traurig, wenn die DEG der einzige Lebensinhalt dieser Gruppe wird. Auch der sonstige Freundeskreis und Horizont wird hiermit nicht gerade erweitert, es sei denn, man ist mit diesem Freundeskreis glücklich. Fakt ist aber, daß das soziale Umfeld der einzelnen Mitglieder hierunter leiden wird und somit für die freie Entfaltung der Persönlichkeit eines jeden einzelnen Mitglieds letztendlich kein Raum mehr ist. Interessant ist aber auch, daß das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht durch die Vereinsfarben, die ja alle so sehr lieben, manifestiert wird, sondern durch den Löwen des DSC.
Zitat: Wir sind aber auf keinen Fall vom DSC "abhängig". In vielen Sachen agieren wir eigenständig. Unsere Klamotten bestellen, Fahnen entwerfen, oder gemeinsame Aktivitäten. Sachen wie neue Artikel (Aufkleber, Buttons, T-Shirts etc.) sind aber mit den Führungsleuten des DSC abgesprochen.
Es wird immer schlimmer. Hieraus lässt sich entnehmen, daß man schon wer ist, aber in der Hierarchie noch weiter kommen kann. Existiert in diesem Verein ein Führersystem?
Zitat: Ich will mich nicht wie die anderen Trottel in meiner Klasse und der Schule verhalten, die sich regelmäßig ins Koma saufen und sonst keine wirklichen Hobbys haben, geschweige denn ein Gesprächsthema außer saufen und rauchen. Das dieses Denken nicht gerade auf viele Anhänger stößt ist klar. Wer auch nur ein Tick von der normalen Masse abweicht, wird direkt abgestempelt. Sei es der Emo, Punk, Fan/Ultra o.ä. . Wenn also im Unterricht oder auf dem Schulhof das Gesprächsthema Hooligans und Randalierer ist, sind die Augen auf mich gerichtet. Das diese Leute davon nicht die geringste Ahnung haben, dürfte jedem klar sein. Das wird einem auf die Dauer aber auch gleichgültig, denn jegliche Erklärungsversuche sind sowieso zum Scheitern verurteilt. Grundlegend kann man sagen, dass wir als Gruppe anders sein wollen als die breite Gesellschaft. Die Entscheidungen der DEG, der DEL oder sonstigen Organen wollen wir kritisch hinterfragen.

Versuchen wir es mal mit der deutschen Sprache und wir stellen fest, daß
- die anderen Mitschüler Trottel sind und sich regelmäßig ins Koma saufen;
- die anderen Mitschüler keine wirklichen Hobbys haben.

Dann wird weiter vorgebaut. Alle anderen haben nicht die geringste Ahnung von Hooligans und Randalierern. Die Verfasser dieses Pamphlets bleiben allerdings einer Antwort auf das „Weshalb“ schuldig. Auch einer Auseinandersetzung mit diesem Thema ist in Augen des DSC zum Scheitern verurteilt. Diese Gruppe stellt sich offensichtlich außerhalb der Gesellschaft.
Die Kleidung dieser Problemfans ist überwiegend schwarz mit Kapuze. Damit bezweckt man zum Beispiel, daß eine Identifizierung einzelner Mitglieder äußerst schwer fällt. Durch den Ehrenkodex, daß alle Freunde sind, ist man durch die Gruppe geschützt.
Diese Verhaltens- und Argumentationsweise ist die Methodik der Rattenfänger, wie wir sie in unserer dunkelsten Vergangenheit erlebt haben oder aber noch heute in Rechten Kreisen vorfinden. Die Ziele mögen andere sein. War es früher die Liebe zum Führer, so ist es in den Augen des DSC02 die Liebe zur DEG. Wenn meine Liebe befleckt wird, dann kommt folglich der Hass auf den Befleckenden auf, und schon wird die Spirale in Gang gebracht. Hier sollte einfach mal ein Punkt gesetzt werden.

Ich liebe meine Frau, meine Kinder, meine Familie. Dort kann ich lieben lernen und vermitteln. Wenn ich mich im Einklang mit meiner Familie befinde, dann kann ich mich auch um meinen Nachbarn kümmern. Eine Liebe zu einem Verein oder Gruppe kann nie das Leben und Lieben einer Familie ersetzen. Insofern ist die Liebe zu einem Verein oder einer Gruppe immer das Grundübel einer jeden nicht friedvollen Auseinandersetzung. Die Religionskriege lassen grüßen.
Seitens der Vereine kann es nicht sein, daß diese Probleme unter den Teppich gekehrt oder schöngeredet werden. Der DSC02 hat keinen Alleinvertretungsanspruch und es stellt sich die Frage, ob ich durch diese Gruppe mehr Zuschauer gewinne oder aber vergraule. Auch das Argument dieser Problemfans, daß ohne sie überhaupt keine Stimmung mehr wäre, ist kein Argument. Das habe ich eingangs schon einmal dargestellt und auf „Bombenstimmung“ habe ich auch keine Lust.

Wenn das alles Heinrich Heine wüsste, er würde sich sicherlich im Grabe rumdrehen.

Für eishockey.net: Jürgen Windeck


Dieser Beitrag ist aus recycelten Buchstaben ehemaliger Mails und Forenartikel aus ESBG-, Löwen- und Huskiesforum zusammengesetzt und daher zu 100 % digital nur schwer abbaubar. Bei riesigen Nebenwirkungen essen Sie die Forumsbeilage und tragen Sie Ihren Admin zum Apotheker.


Leben heißt ja rückwärts gelesen Nebel. Vielleicht liegt es daran, das wir manchmal den Durchblick verlieren.....


Rastaman Offline

König der Löwen


Beiträge: 6.138

01.03.2010 21:51
#2 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Das trifft an vielen Stellen den Nagel auf den Kopf. Danke!


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Aeppler Offline

Doppelstockhalter


Beiträge: 3.454

02.03.2010 09:52
#3 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Zitat von Rastaman
Das trifft an vielen Stellen den Nagel auf den Kopf. Danke!



Nur wirst Du es dadurch nicht aendern koennen, da die Fronten schon sehr verhaertet sind.


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K.Valentin


CereMONI Offline

Forums Wusel

Beiträge: 18

02.03.2010 10:24
#4 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Zitat von alaska
Der Kolumnist von eishockey.net, Jürgen Windeck, bat mich, überall dort, wo es auch die Diskussionen um Ultras schon gibt oder gab, seine Kolummne zum nachdenken weiterzuverbreiten. Ich möchte diesem Ansinnen gerne nachkommen-deshalb hier der Artikel:

Ein Paradebeispiel für diese Schädlichkeit war das Regionalligaspiel zwischen der DEG Eishockey e.V. und dem ESC Moskitos Essen. Zunächst wird Pyrotechnik abgefackelt, daß man nur noch schlecht sehen kann. Dann wird der Gegner verhöhnt mit Gesängen aus der untersten Schublade. Später kam es dann zur „Böllerstimmung“ und Handgreiflichkeiten durften auch nicht fehlen. Stellt sich also die Frage, weshalb es gerade bei Fangruppierungen aus der Ultraszene immer wieder zu Problemen kommt. Da hilft dann manchmal ein Blick auf die Homepage, exemplarisch soll hier mal die des Düsseldorfer Supportersclub (DSC02) herhalten, auf der man u.a. folgendes nachlesen kann.

Für eishockey.net: Jürgen Windeck



Ha, ich glaub es ja nicht!!! Genau bei diesem Spiel wurde meine Tochter von diesen Idioten mit ihrem Pyrotechnik-Sch.... am rechten Auge verletzt!!! Und bei diesen Handgreiflichkeiten war ich dann auch nicht ganz unbeteiligt. Das ganze endete für meine Tochter im Krankenhaus und ich hatte eine schlaflose Nacht. Was folgte war eine Strafanzeige und zwei von diesen Chaoten haben Stadionverbot erhalten. Nach ... ca. 2 Monaten habe ich dann die Mitteilung erhalten, dass das Strafverfahren wegen Mangels an Beweisen eingestellt wurde ...

Diese DSC-Mitmenschen sollten sich Gedanken darüber machen, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre, wenn sie sich mit ihrer Gruppierung lieber in irgendeiner Kiesgrube treffen sollten, als Körperverletzungen von total unschuldigen Kindern vorsätzlich in Kauf zu nehmen.

Bei diesem Thema schwillt mir hier aber mal sowas von der Kamm!!!


Summer of 69 Offline

Königliche Hoheit Summer of 69


Beiträge: 9.467

02.03.2010 11:34
#5 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Aber nicht doch, ihr habt das alle nur falsch verstanden.
Die wollen doch nur supporten...


Viele Grüße
Frank

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Das Beste ist wer nie verlor, im Kampf des Lebens den Humor
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1. Herzopfer von Patrick Bernecker


Mannix Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 2.092

03.03.2010 11:57
#6 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Zitat von CereMONI

Zitat von alaska
[...]
Ein Paradebeispiel für diese Schädlichkeit war das Regionalligaspiel zwischen der DEG Eishockey e.V. und dem ESC Moskitos Essen. Zunächst wird Pyrotechnik abgefackelt, daß man nur noch schlecht sehen kann. Dann wird der Gegner verhöhnt mit Gesängen aus der untersten Schublade. Später kam es dann zur „Böllerstimmung“ und Handgreiflichkeiten durften auch nicht fehlen. [...]


Ha, ich glaub es ja nicht!!! Genau bei diesem Spiel wurde meine Tochter von diesen Idioten mit ihrem Pyrotechnik-Sch.... am rechten Auge verletzt!!! Und bei diesen Handgreiflichkeiten war ich dann auch nicht ganz unbeteiligt. Das ganze endete für meine Tochter im Krankenhaus und ich hatte eine schlaflose Nacht. Was folgte war eine Strafanzeige und zwei von diesen Chaoten haben Stadionverbot erhalten. Nach ... ca. 2 Monaten habe ich dann die Mitteilung erhalten, dass das Strafverfahren wegen Mangels an Beweisen eingestellt wurde [...]




Ich hoffe, dass die Augenverletzung deiner Tochter auskuriert ist und sich keine „Folgeschäden eingestellt” haben. Leider war auch ich mal von einer Hornhautverletzung betroffen – allerdings war die Ursache „nur eine Wunderkerze” und der Verursacher ein alkoholisierter Mitvierziger, der meinte, seine noch nicht ganz abgebrannte Wunderkerze im Publikum entsorgen zu müssen.

Bezüglich des Spieles DEG II vs. Moskitos meint der Autor des Beitrages aber bestimmt die Begegnung vom 14.02.10. Dank einiger Vollpfosten, die mit Böller Stimmung machen wollten, mussten etliche Zuschauer ärztlich behandelt werden (siehe auch http://www.brehmstrassenord-forum.de/wbb...p?threadid=7314).

Schon traurig, dass selbst bei einem Regionalliga-Spiel, bei dem nur ein paar hundert Zuschauer anwesend sind, solche Vorkommnisse zu beklagen sind. Mittlerweile kommt es sogar bei DNL-Partien zu Ausschreitungen, die sogar vor noch weniger Fans stattfinden. Selbst bei diesen Begegnungen ist Polizei anwesend – und nicht nur zwei Beamte (wie zuletzt bei den DNL-Viertelfinals DEG vs. KEV)!

Die Eishockey-Fankultur nähert sich seit Jahren dem „Niveau” der Rundledertreter-Fankultur und wird diese vielleicht sogar irgendwann toppen, da ein gemeinsames Vorgehen der DEL-Clubs gegen diese „Chaoten” bisher noch nicht einmal in Ansätzen zu erkennen ist ...


Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt.


ozhockey Offline

König der Löwen

Beiträge: 7.063

04.03.2010 00:15
#7 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Na ja wir hatten ja knapp 25 Seiten Anschauungsunterricht hier irgendwo...
Aber in Frankfurt ist es ja laengst nicht so schlimm, wie hier beschrieben...


alaska Offline

Mitbürger mit agrarkulturellem Hintergrund

Beiträge: 2.164

04.03.2010 00:31
#8 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Zitat von ozhockey

Aber in Frankfurt ist es ja laengst nicht so schlimm, wie hier beschrieben...



Noch nicht.....wehret den Anfängen!


Dieser Beitrag ist aus recycelten Buchstaben ehemaliger Mails und Forenartikel aus ESBG-, Löwen- und Huskiesforum zusammengesetzt und daher zu 100 % digital nur schwer abbaubar. Bei riesigen Nebenwirkungen essen Sie die Forumsbeilage und tragen Sie Ihren Admin zum Apotheker.


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marco1985 Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 4.963

04.03.2010 10:41
#9 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Wer im Glashaus sitzt....

die Oberaffen habt ihr doch in Nauheim!So ein Quatsch das du dich hier meldest!


Aeppler Offline

Doppelstockhalter


Beiträge: 3.454

04.03.2010 10:56
#10 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Zitat von marco1985
Wer im Glashaus sitzt....

die Oberaffen habt ihr doch in Nauheim!So ein Quatsch das du dich hier meldest!




Marco, warum so Agro? Fuelst Du dich etwa in deiner Ehre beleidigt?


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K.Valentin


marco1985 Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 4.963

04.03.2010 11:20
#11 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Nein auf keinen Fall!
Ich kann da ganz beruhigt auf diesen objektiven Journalismus schauen und weiß das sich hier jemand auf die DSC bezieht und es pauschal über die gesamte Szene verbreitet.

Das aber gerade alaska das hier postet grenzt an Vernebelung! Da der Nabel der Welt ja anscheinend im CKS ist, sollte er doch mal die Fanatics befragen wie die sich zu solchen Themen äußern!


Rastaman Offline

König der Löwen


Beiträge: 6.138

04.03.2010 11:26
#12 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Vernebelung? Das ist, wenn man das Thema auf Nauheim und Düsseldorf abschiebt und die Augen vor den eigenen Entwicklungen verschliesst. Dass Nauheim und Düsseldorf eigene (und wahrscheinlich auch anders gelagerte) Ultra-Probleme haben als wir, macht unsere Welt nicht "heiler".

Ich habe in dem Artikel vieles gefunden, was mir fürs Frankfurter Hockey aus dem Herzen spricht. Insbesondere dieser Abschnitt hier:

Zitat
Schaut man sich einmal in den Ultrakreisen um, so beziehen sich die Kreise zunächst auf das Ursprüngliche unseres Eishockeysports, u.a. Entkommerzialisierung und Unterstützung der eigenen Mannschaften. Dazu musste der Fan neu erfunden werden. Stimmung wurde „gemacht“ also „gearbeitet“. Das Ergebnis war endloser Dauersupport, ohne Hirn, ohne Witz. Hauptsache singen für die eigene Mannschaft. Der „richtige“ Fan war geboren.

Diese Pseudostimmung ist aber nicht die Stimmung, von der Eishockey im Besonderen lebt. Entweder bin ich in Stimmung oder aber nicht. Entweder springt bei mir der Funke über, das kann Anfeuern der eigenen Mannschaft oder auch Galgenhumor sein, oder aber nicht. Es sind immer Emotionen, die einen in Stimmung bringen, oder aber nicht. Keinesfalls ist es Dauersupport um des Supports oder der Selbstbeweihräucherung Willen der mich in Stimmung bringt. Eigentlich nervt dieser Dauersupport nur noch.


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ozhockey Offline

König der Löwen

Beiträge: 7.063

04.03.2010 14:20
#13 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Zitat von Rastaman
Vernebelung? Das ist, wenn man das Thema auf Nauheim und Düsseldorf abschiebt und die Augen vor den eigenen Entwicklungen verschliesst. Dass Nauheim und Düsseldorf eigene (und wahrscheinlich auch anders gelagerte) Ultra-Probleme haben als wir, macht unsere Welt nicht "heiler".


Jein. sie wird nur relativ "heiler", wie immer im Leben kommt es auf die Bezugsgroesse an... wenn das nicht hilft, hilft der Vergleich mit dem Rundleder, oder?


Summer of 69 Offline

Königliche Hoheit Summer of 69


Beiträge: 9.467

04.03.2010 15:15
#14 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Zitat von marco1985
Das aber gerade alaska das hier postet grenzt an Vernebelung!
Da der Nabel der Welt ja anscheinend im CKS ist, sollte er doch mal die Fanatics
befragen wie die sich zu solchen Themen äußern!


Nur weil alaska aus BN kommt, sollte man ihm das nicht zum Vorwurf machen.
Wir können ja auch nichts für manche Idioten die bei uns in der ESH rumhüpfen.


Viele Grüße
Frank

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1. Herzopfer von Patrick Bernecker


dewo Offline

Oldie Löwe

Beiträge: 1.202

04.03.2010 16:50
#15 RE: Ultras und Eishockey Zitat · antworten

Man könnte auch sagen: Was wagt es der Marco hier rumzupupen. Er möge sich doch mal an die LPSG, LMAA - oder wie sie auch gerade heißen mögen - wenden und horchen, wie die sich dazu äußern.

Diese Art von Vernebelungstakik geht mit extrem auf den Geist! Die Fehler immer erstmal bei anderen suchen und ja niemals zugeben das es dort Menschen geben könnte, die eine Sache vielleicht voranbringen könnten.


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